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In NRW bleibt bei Ferkeln der Schwanz dran

Landwirtschaft

NRW in drei Phasen gegen Kupieren der Ferkelschwänze

Zusammen mit dem Landwirtschaftsministerium haben die Landesbauernverbände in Nordrhein-Westfalen am Montag eine gemeinsame Erklärung unterschrieben, in drei Phasen auf das routinemäßige Kürzen von Schwänzen bei Saugferkeln zu verzichten. Die Schwänze werden kupiert, um das Schwanzbeißen bei Schweinen zu vermeiden. Das Kupieren wird in vielen Ländern der EU durchgeführt, ist aber nicht mehr EU-Rechtskonform. Mangels Alternativen wird es demnach noch geduldet. Die gemeinsame Erklärung setzt dieser Praxis ein Ende.

„Mit der heutigen Erklärung setzen wir ein gemeinsames Zeichen für eine verantwortungsvolle Tierhaltung und mehr Tierwohl. Dies ist ein starkes Signal für den Tierschutz in der Nutztierhaltung. Denn mehr Tierwohl kann es schnell und flächendeckend am Besten durch Kooperationen zwischen den Behörden und den Landwirtinnen und Landwirten geben“, sagte Minister Johannes Remmel.

„Wir wollen auf das routinemäßige Kürzen von Ringelschwänzen bei Schweinen verzichten. Unsere Gemeinsame Erklärung beschreibt den Weg, wie dieses Ziel erreicht werden soll“, erklärte Johannes Röring, der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV).

Als Schlüssel für die Umsetzung setzen die Bauernverbände auf Beratung: „Diese Beratungsoffensive wird von einer gemeinsam getragenen Koordinierungs- und Beratungsstelle gesteuert. Es folgen in der zweiten Phase ab dem Jahr 2015 die Erstellung von betriebsindividuellen Maßnahmenplänen und erste Umsetzungsschritte, die bei positiver Entwicklung in der dritten Phase ab dem Jahr 2016 in den Betrieben flächendeckend umgesetzt werden“, erklärt der Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbands (RLV), Friedhelm Decker.

Im Frühjahr 2014 beginnt der Aufbau einer gemeinsamen Koordinierungs- und Beratungsstelle. Das Beratungskonzept wird von der FH Südwestfalen erstellt.

roRo

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