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Initiative Tierwohl will mehr Präsenz

Landwirtschaft

Mehr Kommunikation über die Initiative Tierwohl

Manche Lebensmitteleinzelhändler informieren bereits mit großflächigen Plakaten im Eingangsbereich, wenn sie Produkte der Branchen-Initiative Tierwohl anbieten. Der Systemansatz über die ganze Wertschöpfungskette ist kein Siegel, sondern auch ein Jahr nach dem Start immer wieder erklärungsbedürftig.

Wer aber gar nicht auf sich aufmerksam macht, der wird auch nicht wahrgenommen. Dabei dringt das Geld des Verbrauchers über den Handel bis zum Landwirt, der sich an der Initiative beteiligt, durch. So können Händler ab April stärkere Kommunikationsaktivitäten aufbringen. Der Handel kann auf Verpackungen, an der Bedientheke sowie im direkten Produktumfeld auf die Initiative aufmerksam machen. Demnächst rücken Deckenhänger, Logos am Einkaufswagen oder an SB-Regalen die Kunden die Initiative in den Mittelpunkt. Sie gibt den gestalterischen Rahmen vor. Die Geschäfte können selbst entscheiden, wie intensiv und mit welchen Mitteln sie die Kunden informieren wollen.

„Die erweiterten Kommunikationsmaßnahmen sollen den Verbrauchern die Initiative Tierwohl näherbringen und verdeutlichen, welchen Beitrag die Partner des Lebensmitteleinzelhandels und die gesamte Branche zur Verbesserung des Tierwohls leisten“, erklärte Geschäftsführer Dr. Alexander Hinrichs dazu.

Die Informationen sind keine Werbung im klassischen Sinne, denn nicht jedes Schnitzel stammt aus teilnehmenden Betrieben. Das zusätzliche Entgelt wird aber den teilnehmenden Betrieben zugeleitet. Es handelt sich um eine Massenbilanz, wie beim Strommarkt. Wer im Osten einen Ökostrom-Vertrag mit einem Südanbieter abgeschlossen hat, erhält weiterhin Braunkohlestrom aus der Steckdose.

Die Brancheninitiative geht seit einem Jahr den sicherlich nicht leichten Weg, parallel der Siegel-Vielfalt ein neues Tierwohlsystem umzusetzen. Die landwirtschaftlichen Mehraufwände sowohl aber in der Fläche als auch in der Marktdurchdringung eine breitere Basis erreichen. Derzeit profitieren mehr als 12 Millionen Schweine und 255 Millionen Hähnchen und Puten von der Tierwohl-Initiative.

Lesestoff:

www.initiative-tierwohl.de

Roland Krieg; Foto: Initiative Tierwohl

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