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Intensivierung wegen schlechter Ökonomie?

Landwirtschaft

Geflügelbranche geht es dauerhaft schlecht

Die Marktinfo Eier & Geflügel (MEG) hat vor kurzem die schlechte Lage der deutschen Putenwirtschaft beklagt [1]. Thomas Storck, Vizepräsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), sieht darin nicht nur eine Momentaufnahme, „sondern eine andauernde und schwerwiegende wirtschaftliche Negativphase.“ Nur stabile Preise können den Putenhaltern helfen, die Verluste der vergangenen Monate auszugleichen. Den Verbrauchern müsse man darlegen, dass im Vergleich zu anderen europäischen Ländern die höheren Tierschutzstandards höhere Produktionskosten nach sich ziehen.

Dr. Bernd Diekmann, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsches Ei (BDE), vergleicht die Situation mit dem Eiermarkt: „Das Preisniveau ist einfach zu niedrig.“ Vor allem die Industrieeier stammen aus dem Ausland mit niedrigeren Haltungsstandards und geringeren Preisen.

Wenn ein Halter im Geflügelbereich kostenbedingt aussteigt, dann sinkt in der Summe die Produktion nicht. Sie konzentriert sich, wie der BUND Niedersachsen in einer Studie für Niedersachsen und Hessen dargelegt hat. Seit 2000 boomen in den beiden Ländern die Masthühnerställe. In Niedersachen steht rund die Hälfte der Masthühnerställe, in Hessen wurden zwischen 2009 und 2013 mehr als 1,3 Millionen neue Masthühnerplätze beantragt. Dr. Stefan Ott, BUND-Landesgeschäftsführer in Niedersachsen kennt auch die Lösung: „Dazu muss die Politik faire Marktbedingungen sichern und die Agrarreform in Deutschland entsprechend umsetzen“.

Lesestoff:

[1] Maximal fünf Euro für eine Pute

roRo

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