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Italien macht bei Obst und Gemüse miese

Landwirtschaft

Erstmals negative Handelsbilanz für italienischen Frischesektor

Italien ist das Land von Obst und Gemüse. Der Frischsektor hat allerdings in diesem Sommer seine erste negative Handelsbilanz erzielt. Das Defizit ist 12 Millionen Euro groß, meldet CSO Italy. Das ist der Zusammenschluss der Obst- und Gemüseversorgungskette in Ferrara.

Die Ursache ist komplex. CSO-Direktorin Elisa Macchi macht einen Flächenrückgang und Produktionsprobleme durch den Klimawandel verantwortlich. Pflanzenkrankheiten haben die Kiwi-Erzeugung in Venetien und Piemont einbrechen lassen, Wanzen haben 60 Prozent der Birnenerzeugung dieses Jahres zerstört.

Aber auch der Wettbewerb wird härter. Spanien exportierte 2018 Obst und Gemüse für 15 Milliarden Euro und importiert Frischware für 4,5 Milliarden Euro. Das Handelsplus gilt gegenüber Italien. Die Spanier exportieren Paprika, Erdbeeren, Zitronen und Clementinen für 737 Millionen Euro nach Italien. Die Italiener lediglich Kiwis, Tafeltrauben und Äpfel für 157 Millionen nach Spanien.

Nach Elisa Macchi ist es nicht leicht, eine Trendumkehr einzuleiten.

roRo

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