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Jahreswirtschaftsbericht der EU-Fischerei

Landwirtschaft

Nachhaltiger Fischfang zahlt sich aus

Gegenüber 2015 haben die Fischer 2016 in der EU 68 Prozent mehr Umsatz und 1,3 Milliarden Euro erzielt. Die Prognose für die Jahre 2017 und 2018 sehen vergleichbar gut aus. Zu diesem Schluss kommt der Jahreswirtschaftsbericht der EU-Fischerei, der am 01. Oktober vorgelegt wurde. 83.360 Fischereifahrzeuge mit rund 1,56 Millionen Bruttoregistertonnen und 6,3 Millionen kW Leistung sind verzeichnet. Aktiv sind nur 65.400 Schiffe, von denen 75 Prozent als kleine Fischereifahrzeuge klassifiziert sind.

Die Schiffe waren 4,85 Millionen Seetage auf dem Wasser und brauchten 2,25 Millionen Liter Diesel. Angelandet wurden 4,9 Millionen Tonnen Fische und Meeresfrüchte im Wert von 7,7 Milliarden Euro. In den Zahlen ist Griechenland wegen unvollständiger Dokumentation nicht enthalten. Für EU-Umweltkommissar Karmenu Vella ist der Erfolg auf die Nachhaltigkeit der Fischerei in den EU-Gewässern zurückzuführen.

Am wirtschaftlichsten ist die Fischerei in der Nordsee und der östlichen Arktis. In der Ostsee konnte die Fischerei ihr Minusgeschäft zu einem leichten Gewinn steigern. Im Mittelmeer sind einige Bestände überfischt und auch die Fischerei im Schwarzen Meer mit Anrainerstaaten außerhalb der EU stehe auf der Nachhaltigkeitskippe. Es werden nur wenige Arten befischt, aber meist oberhalb der Nachhaltigkeitsgrenze.

Die deutsche Flotte ist 2017 um 32 Schiffe auf 1.398 Fischereifahrzeuge gesunken. Seit 2008 ist die Zahl der Boote um ein Viertel zurückgegangen. 386 Schiffe sind inaktiv. Die kleine Küstenfischerei operiert vorwiegend in der Ostsee mit Schiffen von weniger als 12 Meter Länge und weniger als 500 BRT. Auf der Nordsee sind größere Kutter unterwegs. Hochseetrawler befischen die Fischgründe im Nordatlantik und der arktischen See. Nur wenige sind im Pazifik und in Afrika unterwegs. Die deutsche Hochseefischerei ist in den Zahlen nicht vorhanden. Sie ist im Besitz einer Firma, die sich auf das Geschäftsgeheimnis beruft. Die küstennahe Fischerei beschäftigt 1.539 Menschen und weist einen sinkenden Trend auf.

Lesestoff:

Jahresfischereibericht Joint Research Center:  http://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/handle/JRC112940

roRo

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