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Kartoffellager leeren sich schnell

Landwirtschaft

Frühkartoffeln unter Folie verheißen gute Geschäfte

Die Kartoffelernte 2018 hat weniger ertrag als sonst geliefert. Deutschland ist eine Ausnahme und konnte sechs Prozent mehr Knollen als 2017 ernten, aber rund die Hälfte war aufgrund witterungsbedingter Mängel scher bis gar nicht zu vermarkten, bilanziert die AgrarMarkt Austria. Ende Februar hat die AMA Bilanz für die aktuellen Lagerbestände gezogen und stellt fest, dass die Lagerbestände schneller geräumt werden als in den Vorjahren. So waren die Läger in Deutsclalnd Ende Dezember mehr als ein Drittel kleiner als im Vorjahr. In Polen sind zwar noch genug Kartoffeln für den Konsum vorhanden, aber sie sind kleiner und mit Qualitätsmängeln behaftet. In den Niederlanden sind die Preise für Speise- und Pflanzkartoffeln mangels Ware gestiegen und der übliche Export kommt in Richtung Afrika und Asien nicht in Schwung. Der Nachbar Belgien ist zweitgrößter Frittenexporteur, kann aber seine weltweiten Lieferverpflichtungen kaum einhalten.

Freuen können sich derzeit nur französische und spanische Kartoffelerzeuger. Frankreich hat vergleichsweise eine gute Ernte eingefahren und kann seine Kartoffeln europaweit vermarkten. Der Markt wartet auf spanische Frühkartoffeln und der Ausblick scheint gut zu sein. Die Anbaufläche 2019 wird ausgedehnt. Doch die Landwirte verkaufen ihre Ware sicherheitshalber schon fest über Festpreiskontrakte mit dem nationalen Handel. Für den Export steht nach der AMA weniger Fläche zur Verfügung.

Leere Läger und geringer Angebotsdruck aus Südeuropa lassen die Preise weiter steigen. Im österreichischen Burgenland haben die ersten Landwirte Kartoffeln unter Folien für gute Geschäfte bereits ausgepflanzt.

roRo

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