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Kostenfaktor Unkraut

Landwirtschaft

US-Feldversuche zur Unkrautkontrolle bei GVO-Soja

So wie die Kosten und Betriebsgrößen der amerikanischen Farmen angestiegen sind, so stieg auch die Verwendung von herbizidresistentem Soja. Diese Soja hat die Unkrautbearbeitung auf den amerikanischen Betrieben verändert. Haben die Farmer vorher Bodenherbizide in größerem Stil angewandt und auf deren Wirkung vertraut, ist diese Anwendung durch das GVO-Soja deutlich zurückgegangen. Doch mit der Einführung von glyphosat-tolerantem Soja im Jahr 196 und Glufosinat-tolerantem Soja im Jahr 2009 hat auch die Zahl der Herbizidresistenten Unkräuter zugenommen. Das amerikanische Fachmagazin „Weed Technology“ spricht von mittlerweile 13 glyphosat-resistenten Unkräutern, wie verschiedene Fuchsschwanzarten und Ambrosie. Diese Pflanzen stellen die Bauern beim Soja- und Maisanbau vor die größten Herausforderungen.

In den Jahren 2010 und 2011 wurden in Missouri verschiedene Herbizid-Strategien getestet, den Unkräutern Herr zu werden. Gespritzt wurde Glufosinat und Glyphosat 2,4 D. Gespritzt wurde in ein bis zweimal vor und ausschließlich nach einer Notfallspritzung sowie in ganz späten Zeitfenstern.

Die zweimalige Anwendung zeigte den höchsten Erfolg mit einer Vernichtung von 90 Prozent des Unkrauts. Alle Versuche zeigen, dass die Anwendung mit beiden Spritzmitteln immer sinnvoller ist als bei einer alleinigen Verwendung von Glufosinat. Die Anwendung beider Spritzmittel hat sich auch erfolgreicher auf die Kontroller andere Sommergräser ausgewirkt. Die Sojaerträge haben sich zwischen allen Testfeldern nicht signifikant voneinander unterschieden.

Lesestoff:

Brett D. Craigmyle, Jeffrey M. Ellis, and Kevin W. Bradley (2013) Influence of Herbicide Programs on Weed Management in Soybean with Resistance to Glufosinate and 2,4-D. Weed Technology: January-March, Vol. 27, No. 1, pp. 78-84. doi: http://dx.doi.org/10.1614/WT-D-12-00099.1

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