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Krabbenfischer in Not

Landwirtschaft

Preistief bei Krabben bedrängt Fischer

Aufgrund der vermeintlichen Überkapazitaten im letzten Jahr (2018), gestaltet sich das Jahr 2019 von Anfang an schwierig. Niedrige Erzeugerpreise, sowie vom Handel auferlegte Fangquoten, machen es den Fischern unmöglich wirtschaftlich zu arbeiten. Wie schon bekannt, kamen zusätzlich zwei Fangstopps von jeweils drei Wochen hinzu. Selbst nach den Fangstopps und der immer noch anhaltenden Fangquote, hat sich die Marktlage noch nicht wieder entspannt. Die Fangquote ist zwar etwas gestiegen, aber die Erzeugerpreise sind nach wie vor zu niedrig. Der Umsatz ist um 60 Prozent zurückgegangen.

Inzwischen hat sich die Lage bei den Fischern soweit verschärft, dass die ersten Betriebe an den Rand der Insolvenz getrieben werden. Der Handel weiß um diese Problematik, ist aber nicht gewillt etwas an den Erzeugerpreisen zu ändern. Zwar räumt der Handel den Fischern ein, mehr Krabben zu fangen - allerdings ist dies zu der jetzigen Jahreszeit nicht mehr möglich, da sich die Saison für die Krabbenfischer dem Ende zuneigt.

Das Einzige was den Fischern, die ausnahmslos Familienbetriebe sind, noch helfen kann sind deutlich höhere Erzeugerpeise. Dies ist nicht nur ein Problem an der deutschen Küste, sondern auch in den Niederlanden und Dänemark. Der Handel hat höhere Erzeugerpreise bislang abgelehnt.

In Büsum  gehen die Krabbenfischer am Freitag auf die Straße und machen um 12:00 Uhr am Büsumer Hafen auf ihre Not aufmerksam. Krabben sollen unter dem Motto „Spenden statt verschachern“ an Besucher verteilt werden. Die erzielten Spenden gehen komplett an die Seenotretter der DGzRS.

roRo

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