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Lagerprobleme in Ägypten

Landwirtschaft

Maislager in Ägypten verbesserungswürdig

Nicht alle Maisimporteure in Ägypten haben eine vertikale Silolagerung. In den horizontalen Lagerhallen gibt es immer wieder Probleme mit Hitze und Kornschäden. Ägypten ist mit rund zehn Millionen Tonnen Mais der größte Importeur in der MENA-Region. US-Mais steht in scharfem Wettbewerb mit Ware aus Argentinien und Brasilien sowie der Ukraine. Der US-Getreiderat (USGC) ist 2019 mehrmals in Ägypten gewesen und hat den Verkauf von Mais mit einer Verbesserung der Lagerbedingungen verknüpft. Dr. Klein Ileleji von der Perdue Universität hat gezeigt, wie Lagergut in den Hallen überwacht und länger gelagert werden kann. Die Lager sind rund 460 Quadratmeter groß. Mais wird bis zu drei Meter hoch eingelagert. Das warme und humide Klima ist dieser Lagerform wenig dienlich. So tropft immer wieder Kondenswasser vom Dach auf den Mais. Die obere Kornschicht verharscht und verliert deutlich an Qualität.

Abhilfe schaffen mobile Ventilatoren und Belüftungsrohre, die eine Erwärmung des gelagerten Maises reduzieren und ihn länger lagern lassen. Abluftventilatoren in den Decken saugen die warme Luft aus dem Gebäude und reduzieren die Kondensation.

Aber selbst in den vertikalen Silos müssen die Importeure mit Verkrustungen der Ware und Schädlingen rechnen. Mangelnder Platz oberhalb der Lagerfüllung verhindert eine effektive Begasung zur gegen Schädlinge und Säuberung des oberen Silos. Eine Aktive Belüftung muss so geschaltet sein, dass warme Luft aus dem Silo nicht gegen warme Außenluft getauscht wird.

Der USGC will mit Folgebesuchen die Wirksamkeit überprüfen. Aktuell hat das US-Landwirtschaftsministerium allerdings alle Delegationsreisen ins Ausland abgesagt.

Roland Krieg

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