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Landwirtschaft und Gewässerbelastung

Landwirtschaft

MV: Diffuse Nährstoffeinträge vermeiden

Auf dem „18. Gewässersymposium“ des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie in Mecklenburg-Vorpommern hat Landwirtschaftsminister Dr., Till Backhaus größere Anstrengungen zur Vermeidung diffuser Nährstoffeinträge gefordert: „Die Gewässer und das Grundwasser sind gerade für das seenreiche Küstenland Mecklenburg-Vorpommern ein kostbarer und unverzichtbarer Schatz, der geschützt und erhalten werden muss“, so Backhaus. Die europäische Wasserrahmenrichtlinie müsse konsequent umgesetzt werden. Die EU kritisiert Deutschland aber wegen Umsetzungsdefizite. Mangelnde Flächenverfügbarkeit und hohe Nährstoffeinträge sind die wesentlichen Hemmnisse und beschreibend en Zusammenhang zwischen Landwirtschaft und Oberflächen- sowie Grundgewässer.

Für die Umsetzung des Konzeptes sind in Mecklenburg-Vorpommern bis 2014 noch 1,6 Millionen Euro eingeplant. 900.000 Euro entfallen auf die Grundlagen- und angewandte Forschung, 600.000 Millionen auf Maßnahmen und Beratung.

Seit 2010 wurden mehr als 250 Beratungen bei Landwirten durchgeführt. Das Land hat dazu auch eine Internetplattform geschaffen, die im letzten Jahr 6.200 Mal aufgerufen wurde.

Weitere Maßnahmen sind beispielsweise:

Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur: (Durchgängigkeit, Rückbau von Wehren und Begradigungen): Insgesamt werden bis 2015 400 Mio. Euro an investiven Mitteln bereitgestellt. Allein 2010 und 2011 wurden für diese Aufgabe 90 Mio. Euro ausgegeben. Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur fördern gleichzeitig die Selbstreinigungskraft der Gewässer und tragen hierüber mit zu einer Verringerung von Nährstoffeinträgen in die Ostsee bei.

Moorschutzprogramms des Landes: Seit 2000 wurden ca. 14.000 ha Moorstandorte wiedervernässt. Bis 2015 sollen ca. weitere 50.000 ha wiedervernässt werden. Dies ist nur ein kleiner Teil der landesweit rund 300.000 ha Moorfläche, trägt aber deutlich zum Gewässerschutz bei: bewirtschaftete Moore sind aufgrund der Degradation des Moors Nährstoffquellen. Nur intakte Moore bieten Rückhalt und langfristige Festlegung von Nährstoffen. Daher ist die Renaturierung von Mooren wichtig, und renaturierte Moore dienen als Senken für klimarelevante Gase.

Lesestoff:

MV-Plattform www.wrrl-mv-beratung.de

roRo

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