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Maisstoppeln zerkleinern ist Feldhygiene

Landwirtschaft

Mechanische Bearbeitung mindert Krankheitsdruck

Um den Lebensraum des Maiszünslers zu zerstören und Fusarienpilzen die Überwinterungsmöglichkeit zu nehmen, sollten Maisstoppeln nach der Ernte möglichst intensiv zerkleinert und die Rotte auf dem Feld begünstigt werden. Das ist ein Ergebnis des Praktikertages des Deutschen Maiskomitees Ende Oktober in Baden-Württemberg.

Ein Problem sind die bei der Ernte niedergedrückten Maisstoppeln, die von den meisten Maschinen nicht erreicht werden. Dabei genügt es, wenn neben der ZErfaserung der Stoppel auch die Internodien gequetscht werden und Wasser eindringt, das dem Schädling den Überlebensraum im Winter nimmt. Gegen Fusarien-Pilze muss das Stroh möglichst gleichflächig flach eingearbeitet verteilt werden. Auch dazu sollte es möglichst klein gehäckselt sein.

Der Landmaschinenhersteller Kemper hat dazu einen „StalkBuster“ entwickelt, der bereits während der Ernte als Vorsatz mit stumpfen Schlegeln, die mit 1700 U/min die Maisstoppel zerfetzt, bevor sie von den Rädern am Boden niedergedrückt werden. Ein Schwenkgetriebe ermöglicht die optimale Bodenanpassung in jeder Reihe. Das Zusatzgewicht des Maisstoppelzerkleineres beträgt 350 kg. Der Serienstart für den Vorsatz ist für 2019 geplant.

Roland Krieg

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