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Martinstag ist Zahltag

Landwirtschaft

Am Sonntag wird die Pacht bezahlt

Am Fest des heiligen St. Martin, am 11. November, zahlen die Landwirte, die nicht nur auf Eigentumsflächen, sondern auch auf Pachtflächen wirtschaften, traditionell den Pachtzins an die Grundstückseigentümer. War in früheren Zeiten an diesem Tag der Zehnte fällig, der in Form von Naturalien an den Grundherrn entrichtet werden musste, werden landwirtschaftliche Grundstücke heute fast ausschließlich gegen einen jährlich zu zahlenden Geldbetrag verpachtet.

Dabei gewinnt die Zupachtung von Agrarflächen in der deutschen Landwirtschaft weiter an Bedeutung. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) dazu mitteilt, ist der Anteil der Pachtflächen an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche im früheren Bundesgebiet von 42,5 % im Jahre 1998 auf 60 % im Jahre 2010 angestiegen.

Im Durchschnitt des früheren Bundesgebietes sind die Pachten im letzten Jahrzehnt leicht teurer geworden. Von einem niedrigen Niveau ausgehend fiel der Anstieg der Pachtpreise in Ostdeutschland wesentlich stärker aus. Die für Neupachten gezahlten Preise in den neuen Ländern lagen 2010 mit 166 Euro je Hektar bei etwa der Hälfte des Pachtpreisniveaus in Westdeutschland (347 €/ha). Die Höchstpachtpreise werden nach Angaben des RLV in Nordrhein-Westfalen gezahlt. Mit 526 €/ha Ackerland und 254 €/ha Grünland lag der Pachtpreis im Durchschnitt mehr viermal so hoch wie in Brandenburg, wo mit 125 €/ha Ackerland und 78 €/ha Grünland die niedrigsten Pachten gezahlt werden mussten.

RLV

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