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Mast von Bio-Legehennen-Hähnen in Österreich

Landwirtschaft

Österreich stoppt Legehennen-Hähne-Tod im Biobereich

„Willkommen Jungs“. Toni Hubmann aus der Steiermark ist einer der Pioniere in Österreich, der dem frühen Kükentod männlicher Nachfahren von Legehennen ein Ende bereitet. Hubmann hat als pfiffiger Marketingexperte den schwierigen Weg der Kommunikation zum Verbraucher beschritten. Denn die vergleichsweise dürftige Mast der spezialisierten Legehennen-Hähne ist erklärungsbedürftig [1].

Im nächsten Jahr wird es für die gesamte Ökobranche in Österreich ernst. Das Magazin „bio-markt.info“ meldet, dass ab 2016 männliche Küken von Bio-Legehennen nicht mehr am ersten Tag getötet werden dürfen. Die beiden größten Bio-Eier-Erzeuger machen mit. Alleine die Geflügel GmbH Schlierbach erzeugt rund 38 Millionen Bio-Eier im Jahr.

Genutzt aber wird kein Zweinutzungshuhn. „Diese Hähne werden nie ein Brathendl werden“, heißt es. Der Schwerpunkt solle weiterhin bei der Eierproduktion liegen. Diese Tiere legen rund en Viertel weniger Eier, was über einen höheren Fleischpreis nicht mehr zu kompensieren sei. Daher werden die Legehybriden Sandy der Lohmann Tierzucht eingestallt. Bis April 2016 soll die Umstellung beendet sein.

Die Tiere sollen in neun Wochen rund ein Kilogramm Lebendgewicht erreichen und brauchen deshalb ein eigenes Schlachthaus. Der Junghahn sei ein gutes Suppenhuhn, Brust und Keule lassen sich als Teilstücke vermarkten oder als Hackfleisch für Nuggets.

Lesestoff:

Die Geflügel GmbH Schlierbach berichtet über eine neue Seite den Weg der Umstellung: http://test.eiermacher.at/index.php?id=98#c298

[1] Grundlegende Fragen zum Zweinutzungshuhn

roRo

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