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Mehr Bio-Produzenten in Peru

Landwirtschaft

Neues Bio-Zertifizierungssystem in Peru

In der Vereinigung der ökologischen Erzeuger (ANPE) sind bislang rund 30.000 Landwirte aktiv. Darüber hinaus sind im Nationalen Landwirtschaftsgesundheitssystem (SENASA) weitere 100.000 Landwirte zertifiziert, die vor allem für den internationalen Markt produzieren.

Peru ist ein bedeutendes Exportland für Agrarprodukte. Die verhalten sich allerdings höchst unterschiedlich. Für das aktuelle Wirtschaftsjahr 2019/2020 ist die Kaffeeproduktion um drei Prozent auf 4,5 Millionen Säcke zu 60 kg angestiegen. Es werden ausschließlich Arabica-Sorten angebaut. Fast alles wird exportiert, was die Landwirte bei sinkenden Kaffeepreisen derzeit unter Druck setzt.

Nach Einbrüchen in der Zuckerrohrproduktion im letzten Jahr wegen heftiger Überschwemmungen, kommt der Zuckersektor wieder zurück in die alte Spur. Erwartet werden rund 11 Millionen Tonnen Zucker, von denen allerdings nur 77.000 Tonnen exportiert werden.

Die Exportzahlen bei Obst und Gemüse sind wesentlich erfreulicher. Mehr als eine Milliarde US-Dollar bringen Spargel und jüngst Beerenobst in die Kassen der Landwirte. Mit den USA, China und der EU hat Peru einige wichtige Handelsabkommen geschlossen. Daher steigt die Nachfrage nach Kakao, Kaffee, Bananen, Maronen und Quinoa aus biologischem Anbau.

Um dem Angebot gerecht zu werden, hat Peru ein neues Zertifizierungssystem aufgesetzt. Sistema de Garantia Participativa (SGP) wird zuerst die ANPE-Bauern labeln und soll in den nächsten drei Jahren die Zahl der Biobauern auf eine halbe Million steigern.

roRo, VLE

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