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Mehr Dünger aus dem Recycling

Landwirtschaft

CE-Kennezichnung für Dünger kommt

Was der europäische Binnenmarktausschuss (IMCO) im Juli vorgeschlagen hat, fand am Dienstag auch Gefallen im EU-Parlament [1]. Die meisten Qualitätsregeln beziehen sich auf mineralischem Dünger. Jetzt soll es mehr umweltfreundlichen und organischen Dünger in der EU geben. Zur Unterstützung der Kreislaufwirtschaft mehr Dünger aus dem Recycling gewonnen werden. Hier steht vor allem Phosphat als endlicher Rohstoff auf der Wunschliste. Sechs Millionen Tonnen Phosphat importiert die EU jährlich. Ein Drittel davon könnte sie aus dem Recycling selbst gewinnen. Generell wird Dünger lediglich zu fünf Prozent aus Bioabfall gewonnen. Die EU hält ein Potenzial von 30 Prozent für realistisch. Neu entwickelte Dünger sollen einen leichteren Marktzugang bekommen. Die „CE“-Kennzeichnung soll die „grünen Dünger“ kenntlich machen. Die Vorschriften sollen nicht verbindlich sein und nur für die Dünger gelten, die überregional im Binnenmarkt gehandelt werden.

Schwerpunkt war bei diesem Thema die Belastung mit Schwermetallen. Cadmium soll von derzeit 60 mg/kg auf 40 mg/kg senken. Während die Kommission drei Jahre Übergangszeit vorschlug, begnügt sich das Parlament mit sechs Jahren. Danach soll der Gehalt weiter auf 20 mg/kg sinken. Innerhalb von 16 statt 12 Jahren.

Das Abstimmungsergebnis war mit 343 zu 252 Stimmen bei 59 Enthaltungen verhältnismäßig knapp. Jetzt muss noch der Ministerrrat zustimmen.

Lesestoff:

[1] IMCO plädiert für recycelten Dünger: https://herd-und-hof.de/landwirtschaft-/mehr-organische-duenger.html

roRo

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