Menü

Mehr Mais – mehr Maiszünsler?

Landwirtschaft

Maiszünsler-Studie von JKI und BfN

Im Maisanbau Deutschlands ist der Maiszünsler (Ostrinia nubilalis) seit Jahrzehnten der wichtigste Schädling dar. Es stellt sich die Frage, ob der enorme Anstieg der Maisanbaufläche in den letzten Jahren mit einem Anstieg des Auftretens des Maiszünslers und zunehmenden Bekämpfungsmaßnahmen verbunden ist. Im Rahmen einer Untersuchung des Julius Kühn-Instituts und der Pflanzenschutzdienste der Länder im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz wurde das Auftreten des Maiszünslers in den Jahren 2009 bis 2013 analysiert.

Die Jahresunterschiede des Maiszünslerbefalls hielten sich in Grenzen, dennoch zeigten sich regional jahresspezifische Befallsunterschiede. So war im Jahr 2009 in Südhessen, aber auch in Teilen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, starker Befall festzustellen. Danach folgten Jahre mit schwächerem Befall.

Als Schädling wird der Maiszünsler seit vielen Jahren besonders im Rhein- Main-Gebiet wahrgenommen. Jedoch zeichneten sich die klassischen starken Befallsgebiete in der Oberrheinebene nach den vorliegenden Daten nicht wie erwartet ab. Das kann verschiedene Ursachen haben: Nach Ansicht der Experten könnte sich der Befall in den ursprünglichen Kerngebieten des Maiszünslers durch die permanenten Gegenmaßnahmen, wie Schlegeln, Mulchen, Bodenbearbeitung, chemische und biologische Bekämpfung in Grenzen halten.

Fördert Maisanbau den Maiszünsler?

Das Ergebnis ist nur bedingt aussagekräftig, denn es überlagern sich hier mehrere Phänomene. Einerseits ist der Maiszünsler in den nördlichen Kreisen mit hohem Maisanteil als Schädling noch gar nicht angekommen und andererseits wird der Maiszünsler in den klassischen Befallsgebieten durch die permanenten vorbeugenden, nicht und chemischen Gegenmaßnahmen in Grenzen gehalten, so dass der Effekt der engen Fruchtfolge überlagert wird. In der vorliegenden Studie konnte auch nicht identifiziert werden, ob sich stark befallene Felder besonders in Betrieben mit hohem Maisanteil konzentrierten.

Roland Krieg

Zurück