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Mehr recycelte Dünger

Landwirtschaft

EU-Rat und Parlament einigen sich bei Düngerfrage

Die EU-Regeln zu Dünger beziehen sich in der Regel auf konventionelle Dünger, die aus dem Bergbau oder chemisch gewonnen werden. Das verbraucht viel Energie und erzeugt Kohlendioxid. Organische Dünger hingegen werden kaum im Binnenmarkt gehandelt. Organische Reststoffe werden lediglich zu fünf Prozent zu Dünger verarbeitet, könnten in der EU aber 30 Prozent der konventionellen Düngung ersetzen. Es geht vor allem um den begrenzten Rohstoff Phosphor. Die EU importiert jährlich rund sechs Millionen Tonnen. Zwei Millionen Tonnen könnten aus Abwässern, biogenen Reststoffen sowie Fleischabfall und Tiermehlen wieder gewonnen werden.

Der Botschafter des EU-Agrarrates hat am Mittwoch diesbezüglich eine Einigung mit dem Parlament erzielt und neben mehr Recycling beim Dünger auch die Frage nach Kontaminanten gelöst. Wirtschaftsdünger kann also bald innereuropäisch mit einem „CE-Kennzeichen“ gehandelt werden. Für die Umsetzung gibt es eine dreijährige Übergangszeit.

Agrarrats-Präsidentin Elisabeth Köstinger aus Österreich: „Die neuen Regeln werden innovative und umweltfreundlichen Dünger auf den Markt bringen. Von der steigenden Produktivität profitieren Hersteller und Landwirte, die Konsumenten erhalten dann auch saubere Böden.“

Rat und Europaparlament müssen die Einigung noch formal vollziehen. Die Erweiterung wird bei erfolgreichem Abschluss die alte Düngeverordnung aus dem Jahr 2003 ersetzen.

roRo

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