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Mehr saubere Luft

Landwirtschaft

EU votiert für strengere Luftreinhaltung

EU-Emissionen 2014

Weil jährlich mehr als 400.000 Europäer an Luftverschmutzung sterben, hat das Europaparlament in erster Lesung dem neuen Luftreinhaltungsgesetz zugestimmt. Die Vorlage wurde noch unter der niederländischen Ratspräsidentschaft mit Rat und Kommission abgestimmt. Die externen Kosten der Luftverschmutzung werden mit 330 bis 900 Milliarden Euro pro Jahr angegeben.

Bis 2030 müssen die folgenden Emissionen gegenüber dem Referenzjahr 2005 um folgende Werte reduziert werden: Stickoxide (hauptsächlich aus dem Verkehr) um 63 Prozent, flüchtige Komponenten ohne Methan (Farbe, Drucker, Abdeckungen) um 40 Prozent, Schwefeldioxid (Wärmequellen) um 79 Prozent und Feinstaub (aus allen Verbrennungsprozessen) um 49 Prozent.

Für die Landwirtschaft ist vor allem Methan wichtig, das eben zu 93 Prozent aus diesem Sektor stammt. Im EU-Durchschnitt muss Methan um 19 Prozent reduziert werden. Die nationale Reduktionsquote liegt bei 29 Prozent. Das ist zwar weniger als die ursprünglich vorgesehenen 42 Prozent, doch der Deutsche Bauernverband ist damit nicht zufrieden. „Durch die neuen europäischen Vorgaben zur Luftreinhaltung kommen auf die Tierhalter in Deutschland enorme, teils kaum zu bewältigende Herausforderungen zu“, kommentierte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken. Ausgebremst würden vor allem Tierhaltungsverfahren mit Außenklimazugang.

roRo; Grafik EU

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