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Mehr Schafe in den USA

Landwirtschaft

Handarbeiten befördert amerikanische Schafpopulation

1942 gab es in den USA 56,2 Millionen Schafe. Da der Bedarf an Uniformen für den zweiten Weltkrieg und späterer Kriege anwuchs, ging die Zahl der Schafe ständig zurück. In den 1970er Jahren gab es nur noch 22 Millionen Schafe, im Jahr 2000 wurden lediglich sieben Millionen Schafe gezählt. Auch danach ging es bergab – doch erstmals seit zehn Jahren ist die Population um ein Prozent auf aktuell 5,2 Millionen Tiere angestiegen.

In der Vergangenheit sind vergleichbare Versuche immer wieder an Dürren in unterschiedlichen Landesteilen gescheitert. Die meisten Schafe werden in Kalifornien und Texas gehalten. Als begrenzend für die Freilandhaltung gelten wilde Hunde und Kojoten.

Nach Peter Orwick von der amerikanischen Schafindustrie zählt zahlreiche Gründe für das wiedergewonnen Interesse an den Wollträgern auf. Schafe sind für Neueinsteiger durch ihre Größe handlicher als Rinder. Zudem sind weder Spezialausstattung noch teure Gebäude notwendig. In die Arbeit mit den Tieren lassen sich Familienmitglieder besser integrieren. Doch auch Rinderhalter entdecken die Schafe als „Ergänzugsweidetier“ für Rinder. Beide Tierarten zusammen beweiden Grünland effizienter als eine alleinige Vergrößerung der Rinderherde.

Auf der Nachfrageseite befördern der Trend nach natürlicher und ungefärbter Wolle sowie das wachsende Interesse an Stricken und Nähen in Heimarbeit den langsamen Ausbau der Herden.

Roland Krieg

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