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MeLa-Tier Uckermärker

Landwirtschaft

Uckermärker sind MeLa-Tier

Uckermärkr PlaketteAus dem Wunsch eine leichtfärsige Rinderrasse zu entwickeln, die sowohl eine gute Aufzuchtleistung als auch einen guten Markt, wurde auf dem Ferdinandshof in Mecklenburg-Vorpommern eine Kreuzung aus Charolais und Fleckvieh begonnen. Aus den Gentotoypbezeichnungen 06 und 07, die für dies e Rasse stehen, wurde 67: Ein Fleckvieh mit gutem Geburts- und Aufzuchtverhalten, sowie guten Mast- und Schlachtleistungen. Als gängigen Namen setzte sich bald der Name der Region durch, aus der die jüngste Fleischrasse stammt: Der Uckermark.
Neben Brandenburg hat sich vor allem das Gut Westenbrügge bei Bad Doberan in der Zucht hervorgetan und die Uckermärker wurden zum MeLa -Tier erkoren.

Uckermärker immer beliebter
Den ersten großen „internationalen“ Auftritt hatten die Tiere auf der ersten Bundesleistungsschau auf der Grünen Woche 2007 in Berlin gehabt. Mit 2.500 Herdbuchkühen stehen die cremefarbenen Riesen bereits auf Platz sieben in Deutschland. In MV haben sich 1.000 Zuchtkühe bereits den zweiten Platz gesichert und in Brandenburg sind die Uckermärker bereits die führende Fleischrinderrasse.
alte ZuchtkarteMit den Mastleistungen braucht sich der Uckermärker nicht hinter den branchenüblichen Charolais, Limousin, Angus und Hereford Tieren zu verstecken. Weil die Rasse aber noch sehr jung ist, erst ab 1992 ins Herdbuch eingetragen, gibt es in der Fleischqualität „noch Reserven“. Der Fleischanteil an wertvollen Stücken könnte noch etwas höher sein. Inwieweit die Bauern sich die Uckermärker noch mehr auf die Betriebe holen, entscheidet sich auch dadurch, ob die Züchter ein gesichertes Einkommen erzielen können. Doch die Zukunft ist positiv. Der Rindfleischverzehr wird in Deutschalnd und in Europa in der nächsten Zeit stabil bleiben. Der Milchviehbestand wird sich weiter verringern. Weniger Kühe geben mehr Milch. Damit fallen auch weniger männliche Mastkälber an und die wenigen müssen sehr masttauglich sein – wie die Uckermärker.
Das wird auch dazu führen, dass die Nachzucht aus der Mutterkuh- und Fleischrinderhaltung erhöhen wird, die möglicherweise in die Grünlandstandorte drängen, die von der Milchviehwirtschaft verlassen werden. So sehen die Rinderzuchtverbände aus Berlin-Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gute Chancen für die Uckermärker.
„Journal“ ist übrigens der „hippste“ Bulle. Er ist aus einer Anpaarung hornloser Fleckviehfärsen und genetisch bedingten hornlosen Charolais hervorgegangen. „Journal“ begründet jetzt die ersten hornlosen Uckermärker.

Die MeLa ist noch bis Sonntag geöffnet. www.mela-messe.de

roRo; Foto. roRo (alter DDR Zuchtbeleg für die ersten Uckermärker)

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