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MV: Abschlussbericht Land- und Ernährungswirtschaft

Landwirtschaft

Masterplan Land- und Ernährungswirtschaft MV abgeschlossen

Der Masterplanprozess Land- und „Ernährungswirtschaft“ in Mecklenburg-Vorpommern war neben dem fachlichen auch ein politischer Dialog. Über zwei Jahre lang haben alle Akteure miteinander debattiert und der Abschlussbericht wurde jetzt dem Landwirtschaftsministerium übergeben. „Mit dem Abschluss dieses Prozesses erfüllen wir die Vorgaben des Koalitionsvertrages und haben etwas Einmaliges erreicht: Vertreter absolut konträrer Ansichten zur Ausrichtung der Land- und Ernährungswirtschaft an einen Tisch zu holen und zwei Jahre intensiv miteinander debattieren zu lassen“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. Weil alle bis zum ende dabei geblieben sind, hätten sie auch ein besseres Verständnis untereinander entwickelt. Vieles sei bereits in Förderprogrammen implementiert worden.
In der ersten von drei Phasen wurden bereits 162 Einzelempfehlungen und Wirkungsketten zu 67 politischen Handlungsempfehlungen verdichtet. In der zweiten Phase wurden sie mit den Wirtschafts- und Sozialpartnern abgestimmt. Ab 2015 wurden in fünf thematischen Workshops der dritten Phase konkrete Handlungsempfehlungen aufgelistet. Heraus kamen 136 strategische Handlungsempfehlungen, bei denen differierende Auffassungen ebenfalls dokumentiert wurden.

Ein Beispiel

Die Ernährungsindustrie erzielt 33,8 Prozent des Umsatzes der verarbeitenden Industrie im Land. 163 Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten geben 16.327 Menschen Arbeit. Die in allen Regionen des Landes vorhandenen Betriebe haben 2014 rund 4,7 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet, zählen zu den Kleinunternehmen und zum Mittelstand, sind aber vielfach Klein- und Kleinstunternehmen. Die wichtigsten Bereiche sind schlacht- und fleischverarbeitende Firmen, die Fischverarbeitung und Backwaren. Die geringe Betriebsgröße hat Chancen, die Regionalität besser aufzunehmen. So wurde das Ziel ausgegeben, das Image und die Akzeptanz der Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern sowie der dort erzeugten Lebensmittel gezielt zu verstärken und national und international entsprechen zu positionieren. Als Maßnahme wurde eine zielgruppenorientierte Imagekampagne beispielsweise in Abstimmung mit dem Tourismusverband vorgeschlagen. „MV“ soll als Marke, als nachhaltiges Branding zum Eckpunkt der Markenbildung herangezogen werden. Die Kleinunternehmer sollen sich vernetzen, regionale Speisekarten sollen herausgegeben und regionale Logistikstrukturen über Webplattformen effizienter gestaltet werden.

roRo

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