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NABU-Studie zur Agrarpolitik

Landwirtschaft

Naturschutzbund will Agrarförderung neu ausrichten

Trotz widerholter Reformversuche komme die EU-Agrarpolitik nicht von der Stelle, kritisiert NABU-Präsident Olaf Tschimpke. „Bislang werden die öffentlichen Gelder überwiegend ineffizient und im Ergebnis umweltschädlich verteilt. Dem Steuerzahler fällt diese Agrarpolitik sogar doppelt zur Last, denn die Schäden an Boden, Wasser und Natur müssen kostspielig behoben werden“, sagte er am Montag. In Berlin stellte er eine Studie des Instituts  für Agrarökologie und Biodiversität (IFAB) aus Mannheim vor. Kern ist die Neustrukturierung der Agrarförderung durch Prämien für nachhaltiges Wirtschaften und Naturschutzleistungen.

Bei gleich bleibender Fördersumme könnten drei Viertel der deutschen Agrarfläche besonders naturverträglich bewirtschaftet werden. Betriebe, die zehn Prozent ihres Ackerlandes oder 20 Prozent ihres Grünlandes als besonders ökologisch hochwertige Fläche bewirtschaften, würden finanziell mindestens genauso gut oder sogar besser gestellt werden. Im Gesamtbetriebsergebnis spiegele sich das mit einem Plus von fünf bis zehn Prozent wider. Ertragseinbußen durch geringere Produktivität seien bereits berücksichtigt. Betriebe, die lediglich die Mindeststandards einhalten, dürften das auch tun, bekämen aber keine Prämien mehr.

Lesestoff:

Die Studie finden Sie unter www.nabu.de/agrarreform2021

roRo

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