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Nachrichten von den Pflanzenzüchtern

Landwirtschaft

Hybridraps und Weizenertrag

Der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) weist darauf hin, dass kleinkörniger Raps aus Hybridsaatgut genauso leistungsfähig ist, wie die großkörnigen Sorten. Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein hat in zweijährigen Versuchen die Einschätzung des BDP aus dem Jahr 2009 bekräftigt: Die Tausendkornmasse (TKM) hat keinen Einfluss auf Ertrag, Bestand und Qualität von Hybridraps.
Bei der Produktion von Hybridraps im Streifenanbau können TKG von mehr als fünf Gramm auftreten. Das allerdings resultiere aus der Witterung, die bei nassem und kaltem Wetter zu einem verminderten Kornansatz führt, was die Pflanzen durch größere Körner kompensiere. Gute Befruchtungsverhältnisse hingegen führen zu einer erhöhten Samenzahl in den Schoten, was die einzelnen Körner in der Größe reduziert.

Ertragsfortschritt bei Weizen

Ein Forschungsprojekt der Universität Gießen hat gezeigt, dass rund ein Drittel des Ertragsfortschritts bei Weizen durch züchterische Leistung in den letzten vierzig Jahren resultiert. Die Sortenleistung wird vor allem durch mehr Körner pro Ähre hervorgebracht. Die Zahl der ährentragenden Halme und das TKG sind bei den neuen Sorten gleich geblieben. Aber die Zahl der Körner hat sich um 0,14 pro Ähre erhöht.
Für den Ertrag spricht auch die um einen Tag früher beginnende Abreife und die kürzeren Halme, die für mehr Stabilität der Pflanze sorgen, teilt der Gemeinschaftsfonds Saatgetreide GFS mit. Verbessert habe sich auch die Krankheitsanfälligkeit gegenüber Braunrost, Mehltau und Blattseptoria.
Untersucht wurden mehr als 90 Weizensorten der Jahrgänge 1966 bis 2007.

roRo

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