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Neue Vermarktungswege für Bergbauern

Landwirtschaft

Zukunft der Berglandwirtschaft sichern

Die Berglandwirtschaft hat nur wenig Spielraum, sich strukturell weiter zu entwickeln, weist nur eine begrenzte Produktionsmenge auf und haben mit steilen Hängen und geringer Infrastruktur schlechtere Produktionsgrundlagen. Schon im Juli nahmen die Alpenländer in der Resolution von Krün diese Punkte auf und forderten einen Erhalt der Berglandwirtschaft durch Ausbau der ersten und zweiten Säule der Agrarpolitik, Agrarumweltprogrammen sowie Forschungen. Am 06. und 07. Dezember trafen sich die alpinen Länder im österreichischen Alpbach erneut, um die Zukunft der Bergbauern zu sichern.

Hohe Qualität und Landschaftsschutz
Nach EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel biete die Landwirtschaft in den Alpen nicht nur unverwechselbare Qualitäten mit einem hohen Alleinstellungsmerkmal, wie beispielsweise dem Tiroler Almkäse, sondern erhalte mit ihrer Bewirtschaftung auch die attraktive Alpenkulisse. Gerade für diese ökologischen Umweltleistungen sollten die Bergbauern nach Ansicht der Kommissarin besser entlohnt werden. Mit rund 13.800 euro verdienen die Bergbauern auf eine Arbeitskraft bezogen weniger Geld als ihre Berufskollegen in den benachteiligten Gebieten.
Allerdings gibt es Unterschiede. Nicht alle Länder und Regionen sind gleichermaßen von einer Betriebsaufgabe betroffen. In manchen Ländern verdienen sich 80 Prozent der Bergbauern mit einem zweiten Einkommen Geld hinzu, in anderen Regionen liege der Wert bei 20 Prozent.
Zwar müsse den Bauern auch die erste Säule als Direktzahlungen angeboten werden, doch bei über 60 speziellen Entwicklungsprogrammen für die Bergbauern hält Fischer Boel die zweite Säule für wirksamer. Gerade die Bergbauern dienen ihr als Beispiel, für die Fortführung der Agrarpolitik nach 2013, wenn das Motto „Grünes Wachstum“ gelte, so Fischer Boel in Alpbach. Deshalb sieht sie die Krün Resolution skeptischer. Sowohl die Erhöhung der Auszahlungen für benachteiligte Gebiete als auch eine spezielle Rinderprämie sei nicht zwingend erfolgreich. Andere Programme könnten den Bergbauern mehr helfen. Gefordert sei hier die regionale Politik. Umweltprogramme könnten Verluste aus der ersten Säule mehr als wett machen.

Neue Vermarktungswege
Die Konferenz hat aber auch ein Signal für eine bessere Vermarktung gegeben. Durch bessere Kooperationen könnten die Bauern höhere Preise für ihre Lebensmittelspezialitäten erzielen. Bayerns Agrarminister Helmut Brunner: „von diesem neuen Ansatz der Zusammenarbeit kann ein wichtiger Impuls für eine bessere Wertschöpfung ausgehen.“ Das z fördern, würde eine wirksame Hilfe der EU sein. Brunner schlug in Alpbach vor, das so genannte Schwenden, das Beseitigen von unerwünschtem Aufwuchs, neu n die EU-Förderung aufzunehmen.

roRo

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