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Neue Viren in Bienen gefunden

Landwirtschaft

Viren wechseln von Pflanzen zu Bienen

Mit Hilfe einer umfassenden Analysemethode für das genetische Erbgut in der DNS haben Forscher des BioPharma-Unternehmens Bristol-Myers Squibb in New York 27 neue Viren in 12 Bienenpopulationen aus neun Ländern gefunden. Viren gelten als ein Baustein für die Gefährdung dieser Bestäuber und die Ergebnisse können nach Autor David Galbraight helfen, die Bienengesundheit zu verstehen und zu verbessern. Zusammen mit anderen Faktoren können sie den plötzlichen Bienentod oder den Kolonieverlust verursachen. Weitere Viren deformieren die Flügel von Honigbienen.

Mit der neuen Methode werden die Forscher noch weitere bislang unbekannte Viren in Organismen finden. Ein in den Bienen gefundener Virus ist dem in Pflanzen ziemlich ähnlich. So kann der Tabakringflecken-Virus offenbar von der Honigbiene auf andere Pflanzen übertragen werden und sich in der Honigbiene auch vermehren.

Mehr Forschung ist aber notwendig, ergänzt Entomologin Christina Grozinger aus Pennsylvania. Es müsse noch geprüft werden, ob das Virus auch aktiv in die Biene eindringt, wenn es offensichtlich auf dem Pollen sitzt, und welche Schäden es an Bienen und Pflanzen hervorruft. Manche der gefundenen Viren verursachen solange keine negativen Effekte, solange die Biene nicht durch andere Faktoren gestresst ist.

Einige der Viren wurden auch in Hummeln gefunden, so dass sie offenbar frei in „Bestäuberkreisen“ zirkulieren.

Lesestoff:

Galbraith D; Investigating the viral ecology of global bee communities with high-throughput metagenomice; Scientific Reports 8, June 11, 2018 https://www.nature.com/articles/s41598-018-27164-z

Roland Krieg

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