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Niedersachsen beendet Apfelernte

Landwirtschaft

Äpfel mit guten Qualitäten

90 Prozent der niedersächsischen Apfelernte ist abgeschlossen. Jetzt werden nur noch die ganz späten Sorten geerntet. Ulrich Buchterkirch freut sich über die Saison. Im Namen der Fachgruppe Obstbau im Landvolk Niedersachsen blickt er auf eine gute Saison zurück, die den Äpfeln eine nahezu perfekte Wachstumschance gab. Einzig die unstete Verfügbarkeit von Erntehelfern trübt die Freude der Apfelbauern.

Aufgrund der Witterung werden die Apfelanbauer in Niedersachsen nach Buchterkirchs Schätzung zwischen fünf bis 15 Prozent mehr Ertrag ernten. Die Marschstandorte konnten gut die Trockenheit verkraften, der Regen kam zur rechten Zeit. Die Sonne sorgte für große, süße und qualitativ hochwertige Früchte. Die Bedingungen zum Fruchtwachstum waren optimal, was zu sehr großen Früchten mit bis zu fünf Millimeter mehr Umfang beim einzelnen Apfel geführt hat und somit zu einer größeren Ernte. Daraus erklärt sich der Mehrertrag gegenüber ersten Saisonschätzungen im Anbaugebiet Niederelbe von 290.000 Tonnen, schätzt Buchterkirch.

Im Erntefinale stehen nun die Braeburn und Jonagold-Gruppe. Da in den Hausgärten die Ernte geringer ausgefallen ist, hoffen die Erzeuger auf höhere Apfelpreise. Mit dem Blick auf die Klimadiskussion haben heimische Äpfel im Frischesortiment Vorteile bei den Kunden. Schließlich ist der Apfel mit einem jährlichen Verzehr von 22 kg pro Kopf nach wie vor das beliebteste Obst der Deutschen.

Aktuell laufe grundlegenden Wandel im Erntehelferpersonal ab. Weil die Arbeitsangebote in Polen steigen, nimmt die Zahl der Erntehelfer, die nach Deutschland reisen ab. Bislang helfen rumänische Arbeitskräfte aus. Einen Vorteil erhofft sich Buchtkirch von einem Freizügigkeitsabkommen für Arbeitnehmer aus der Ukraine.

roRo

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