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Niedersachsen gegen Pferdesteuer

Landwirtschaft

Warendorfer Reiter gegen Pferdesteuer

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (DRV) aus Warendorf hat eine Online-Petition gegen die Pferdesteuer gestartet. Das hessische Bad Sooden-Allendorf hatte im Dezember 2012 die Pferdesteuer eingeführt, die in Reiterkreisen weiterhin stark umstritten ist. Weil weitere Städte die Einführung der Steuer planen und prüfen, wollen die Niedersachsen mit einer Petition auf die Unsinnigkeit der Bagatellsteuer hinweisen.

Die Hessen sehen 200 Euro im Jahr pro Pferd vor. Erst Ende Januar hat die Stadt damit gedroht Bußgelder in gleicher Höhe plus 30 Euro Gebühren zu verhängen, sollten Pferdehalter die neue Steuer nicht bald bezahlen. Wird die Steuer nach einem Monat Frist seit immer noch nicht bezahlt, wird ein Ordnungsgeld in Höhe von 5.000 Euro fällig.

Zahlen müssen rund 150 Pferdebesitzer, so dass die Steuereinnahmen lediglich 30.000 Euro betragen. Für die Pferdefreunde alles andere als ein Grund angesichts von Millionenlöchern im Stadtsäckel neue Einnahmensquellen zu erschließen.

Auch in Brandenburg, das sich gerne als Pferdeland bezeichnet, ist die Pferdesteuer schon mal Thema gewesen. Die Potsdamer würden allerdings gleich mit 750 Euro pro Pferd zuschlagen.

Bis zum 31. März kann die Online-Petition unterzeichnet werden. Reiten erfülle mit den Untersparten Jugend-, Gesundheits- und Behindertensport eine breite gesellschaftliche Aufgabe und stellt mit Tierärzten, Ausrüster sowie Sportstättenbau eine große wirtschaftlichen Kraft im ländlichen Raum dar, der Einnahmen generiert, die höher als die Steuereinnahmen sind. Zudem sei der Pferdesport längst keine elitäre Beschäftigung mehr und zusätzliche Belastungen würden vor allem die Menschen mit knappem Budget treffen und sie zur Aufgabe ihres Sportes nötigen.

Lesestoff:

Argumente und Petition gegen die Pferdesteuer finden Sie unter www.pferd-aktuell.de / Aktuelles

roRo

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