Niedersachsen: Kein Grünlandumbruch mehr

Landwirtschaft

Umbruch von Grünland überschritten

Nach EU-Vorgaben ist bei einer Abnahme der Dauergrünlandfläche gegenüber des Bemessungsjahres 2003 von mehr als fünf Prozent ein Umbruchverbot bei geförderten Betrieben auszusprechen. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat am Mittwoch mitgeteilt, dass in der Förderregion Niedersachsen und Bremen dieser Wert überschritten ist.

Sieben Prozent Verlust
Im Jahr 2003 waren von 2,632 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Fläche noch 763.890 Hektar mit Dauergrünland versehen. Die aktuellen Zahlen weisen bei 2,598 Hektar Fläche nur noch 704.798 Hektar Dauergrünland auf. In diesem Jahr bewegte sich der Rückgang des Dauergrünlands in der Größenordnung sieben Prozent, weswegen das Verbot ausgesprochen wurde.
Dauergrünland soll auf Grund seiner positiven Umweltwirkung möglichst erhalten bleiben. Ein Umbruch bedarf seit Mittwoch einer Genehmigung der Landwirtschaftskammer, muss begründet werden und in gleichem Umfang woanders wieder angelegt werden.
Staatsekretär Dr. Friedrich-Otto Ripke aus dem Landwirtschaftsministerium: „Wir sollten nicht in die Verlegenheit kommen, die von der EU gesetzte nächst höhere Stufe von 10 Prozent zu überschreiten, weil die EU uns dann verpflichten würde, rückwirkend die Wiederanssaat von Dauergrünlandflächen, die in den letzten zwei Antragsjahren umgebrochen wurden, vorzunehmen.“

roRo

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