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NRW-Internetangebot zur Erhöhung der Artenvielfalt

Landwirtschaft

Handlungsbedarf gegen Artenschwund

In NRW gibt es derzeit 14 landwirtschaftliche „Leitbetriebe Biodiversität“. Am Mittwoch besuchte Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser mit Burg Bodenheim in Weilerswist einen davon. Dort stellte sie das neue Angebot der Landesregierung vor, Informationen über Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt zu erhalten.

Unter www.biodiversität-nrw.de können sich Landwirtinnen und Landwirte fortan auf einen Blick informieren, welche Maßnahmen zur Stärkung der Artenvielfalt für ihren Betrieb infrage kommen, welche Förderungsmöglichkeiten es gibt und welche Auflagen sie dafür erfüllen müssen.

Heinen-Esser: „Rund die Hälfte der Fläche Nordrhein-Westfalens wird landwirtschaftlich genutzt, die Landwirte sind deshalb für die Landesregierung wichtige Partner beim Artenschutz. Der dramatische Rückgang bei vielen bedrohten Tier- und Pflanzenarten erfordert praxisorientierte Maßnahmen. Dabei unterstützen wir die Betriebe finanziell und ermöglichen einen leichten Zugang zum notwendigen Knowhow. Wertschöpfung und biologische Vielfalt müssen kein Widerspruch sein.“

Dr. Martin Berges, Direktor der Landwirtschaftskammer NRW: „Wir erleben in der täglichen Arbeit, dass viele Landwirte gerne noch mehr für die Artenvielfalt auf ihren Äckern tun würden. Das neue Web-Tool unterstützt die Betriebe, ein maßgeschneidertes Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Biodiversität auszuwählen. Wir hoffen, dass das neue Internetangebot auch insgesamt dazu beiträgt, noch mehr Landwirte und damit noch mehr Flächen für den Natur- und Artenschutz zu gewinnen“.

Gleichzeitig will Heinen-Esser mit Hilfe der Forschung Wissenslücken über den Artenverlust schließen. In einer Langzeitstudie untersucht Nordrhein-Westfalen bis 2022 die Entwicklung der Biomasse von Fluginsekten auf 120 repräsentativ ausgewählten Probeflächen. Rückblickend prüft das NRW-Umweltministerium zudem die Veränderungen in der Artenzusammensetzung von Insektenproben aus zurückliegenden Jahren und Jahrzehnten. Dazu finanziert Nordrhein-Westfalen ein Forschungsprojekt zwischen dem Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig und dem Entomologischen Verein Krefeld.

roRo

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