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Ökolandbau durch anders Essen

Landwirtschaft

100 Prozent Ökolandbau in Europa ist möglich

Die Landwirtschaft in Europa ist in den letzten Dekadsen immer effektiver geworden. Die Konzentrationsprozesse sind den Menschen aber zunehmend ein Dorn im Auge, weil Dünger und Pflanzenschutzmittel kritischer gesehen werden. Das Institut du développement durable et des relations internationales (IDDRI) in Frankreich hat mit seinem Projekt „Ten Years For Agroecology in Europe (TYFA) die Möglichkeit untersucht, die europäische Landwirtschaft zu 100 Prozent auf ökologische Basis zu stellen.

Ausgangspunkt sind ernährungsbedingte Erkrankungen wie Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die mit einer gesünderen Ernährung vermieden werden können. Entsprechende Richtlinien der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA und der Weltgesundheitsorganisation WHO haben die Experten in eine landwirtchaftliche Produktion übersetzt. Dabei ist die Senkung des Fleischkonsums um 60 Prozent der größte Hebel. Daher sind nur 58 Prozent des Getreides und 67 Prozent der angebauten Ölsaaten für die menschliche Ernährung bestimmt. Der Rest dient Futterzwecken.

Unter diesen Voraussetzungen weniger Fleisch zu essen und weniger intensiv zu produzieren, ist der Ökolandbau in ganz Europa umsetzbar. Die französische Studie will die Diskussion dazu anregen und Zeichen für die Politik setzen, Anreize für eine nachhaltigere und umweltfreundlichere Landwirtschaft zugeben.

Lesestoff:

Xavier Poux, Pierre-Marie Aubert: Une Europe agroécologique en 2015: une agriculture multifonctionelle pour une alimentattion saine; IDDRI Septembre 2018 https://www.iddri.org/sites/default/files/PDF/Publications/Catalogue%20Iddri/Etude/201809-ST0918-tyfa_0.pdf

Roland Krieg

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