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Österreichs Bauern wollen einen Vertrag mit Wien

Landwirtschaft

Rechnung für Kulturlandschaft an den Staat

Die Konditionierung von Agrargeldern steht in der Diskussion um die neue Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) im Fokus. Es existieren viele Vorschläge von Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus bis zum Vier-Säulen-Programm der SPD. Mit Ökopunkten will die Bio-Branche mehr gesellschaftliche Leistungen belohnen.

Der Unabhängige Bauernverband in Österreich (UBV) fordert die Bezahlung jedes einzelnen Hektars Kulturlandschaft, der durch die Bauern bewirtschaftet wird. Die Österreicher wollen ein degressives Modell, bei dem die ersten 30 Hektar mit jeweils 900 Euro bezahlt werden. Die Hektare bis zu 60 ha werden mit 700, die dann bis 100 ha folgenden mit 500 Euro entlohnt. Wer mehr als 100 ha bewirtschaftet erhält für jeden Hektar nur noch 100 Euro. Einbezogen in die Rechnung sind alle Flächen von der Alm bis zum Talboden.

Biobauern und Tierhalter erhalten 400 und 200 Euro je ha, bei maximal zwei GV/ha. Benachteiligte Gebiete und Wald werden zusätzlich berechnet. Für Flächen ab 1.000 ha soll es keine Leistungsgelder mehr geben, berichtet Top Agrar Österreich. Auf dieser Basis soll jeder Landwirt dem Staat eine Rechnung stellen, die in vier Tranchen bis zu einem Stichtag ausgezahlt werden.

In der Summe werden Biobetriebe und kleine Betriebe besser gestellt, damit auch die einen Hofnachfolger finden. „Die Verrechnung der Kulturlandschaft ist ein zweites ökonomisches Standbein für den Bauernhof“, sagte Johann Herbst vom UBV in der Steiermark. Kammerpräsident Josef Moosbrugger könne sich mit einigen Ansätzen anfreunden, wie aber die Kulturlandschaft definiert ist, wurde nicht dargelegt.

roRo

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