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Petition gegen grüne Gentechnik

Landwirtschaft

Petition gegen grüne Gentechnik

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) hat eine Online-Petition aufgestellt, in der die Bundesregierung aufgefordert wird, sich auf EU-Ebene für ein Zulassungsverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen einzusetzen. „Der Anbau nicht ausreichend sicherheitsbewerteter Gen-Pflanzen ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt und muss endlich gestoppt werden“, erklärt BÖLW-Vorstand Felix Prinz zu Löwenstein. Derzeit sind Zulassungen von 28 Pflanzen beantragt, drei könnten demnächst zugelassen werden.

BÖLW beklagt Zulassungsmängel

Der BÖLW sieht Mängel im Zulassungsverfahren, das von der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) durchgeführt wird. Zum einen fehlten Langzeiteffekte von gentechnisch veränderten Pflanzen auf Umwelt und Gesundheit, zum anderen kritisiert der BÖLW die Unabhängigkeit der EFSA, weil sie keine eigenen Studien durchführe, sondern auf Berichte der antragstellenden Industrie zurückgreife. Prüfverfahren der EFSA wurden bereits im Jahr 2008 von den EU-Umweltministern kritisiert.
Die Petition wird auch über das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes gegen die Normenkontrollklage Sachen-Anhalts gegen das Gentechnikgesetz begründet, das der Wissenschaft noch keinen ausreichenden Kenntnisstand bescheinigte.
Bis zum 19. April müssen 50.000 Unterschriften vorliegen, damit der BÖLW sein Vorliegen im Petitionsausschuss des Bundestages vortragen kann und der Fachausschuss das Thema öffentlich diskutieren muss.

Lesestoff:
Die Petition und den Weg zur Online-Petition finden Sie auf der Seite www.boelw.de
Die Gesellschaft für Pflanzenzüchtung (GPZ) hatte das Bundesverfassungsgericht kritisiert, weil es für seine Begründung ungeprüft Argumente der Gentechnik-Kritiker verwendet hat, die wissenschaftlich nicht haltbar sind.

roRo

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