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Pflanzenschutzmittel lösen nicht das Problem der Leguminosen

Landwirtschaft

Stärkung des Leguminosenanbaus über Forschung

Im Rahmen des Greenings hat der Anbau von Leguminosen wie Soja, Lupine sowie Ackerbohne und Erbsen in Deutschland zugenommen. Das später im Europaparlament unterschiedlich diskutierte, dann eingeführte Verbot von Pflanzenschutzmitteln auf ökologischen Vorrangflächen hat dem Anbau mit einem Rückgang der Fläche um zusammen rund 30.000 Hektar ein abruptes Ende gesetzt. Leguminosen haben als Vorfrucht, mit ihrer Stickstoffbindung und als heimische Eiweißquelle zahlreiche Vorteile, auch wenn Ertragshöhe und Ertragsstabilität den Ackerbauern weniger gut gefallen. Jahrzehntelang wurde die Züchtung für die Weiterentwicklung der Pflanzen vernachlässigt.

Um den Leguminosen wieder ihren Stellenwert auf dem Acker zurückzugeben, will die FDP das Verbot von Pflanzenschutzmitteln auf den ökologischen Vorrangflächen über die Bundesregierung wieder rückgängig machen lassen. Der Agrarausschuss des Bundestages hat allerdings in der letzten Woche das Ansinnen abgelehnt. Die Union begründet ihre Ablehnung, dass der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln die grundsätzlichen Probleme in der Züchtungsarbeit nicht lösen würde. Die SPD lehnt die „chemische Keule“ auf den ökologischen Vorrangflächen ab, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen gaben zu verstehen, dass die Liberalen den Begriff der ökologischen Vorrangfläche nicht verstanden hätten. Die AfD hat sich der Stimme enthalten.

In der laufenden Förderperiode zeichne sich keine Mehrheitsänderung in Brüssel ab, ergänzte die Bundesregierung. Sie will den Anbau von Leguminosen über Forschung und Entwicklung sowie Wissenstransfer über ihre Eiweißstrategie fördern.

roRo

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