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Landwirtschaft

Miller fürchtet keine Konkurrenz zum Nahrungsanbau

Die Erzeugung von Bioenergie aus nachwachsenden Rohstoffen muss nicht zwangsläufig in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen. Darauf hat Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller zu Wochenbeginn auf dem 14. C.A.R.M.E.N.-Forum in Straubing hingewiesen.

Effektive Flächennutzung durch technischen Fortschritt
Das Forum beschäftigte sich mit dem Thema „Nachwachsende Rohstoffe im Spannungsfeld wachsender Märkte“. Eine einseitige Ausrichtung auf die Nahrungsmittelproduktion sei nach Aussage des Ministers genauso wenig sinnvoll wie auf den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen zur Energiegewinnung. Beide Verwertungsrichtungen können n Zukunft so abgestimmt werden, wie es auch in der Vergangenheit gelungen ist. 1914 dienten rund 36 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen für die Bereitstellung von Mobilität und Zugkraft durch Nutztiere und erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Flächen ausschließlich für die Nahrungsmittelerzeugung mit der Folge einer erheblichen Überproduktion genutzt. Miller forderte erneut, die Flächenstillegung als nicht mehr zeitgemäßes Instrument abzuschaffen – verwies aber auch noch auf einen anderen Zusammenhang. Züchterische und produktionstechnische Fortschritte können die Produktivität bei geringerem Flächenbedarf steigern. Um in Bayern beispielsweise weiterhin pro Jahr 7,5 Millionen Tonnen Milch zu erzeugen, würden bei gleichbleibendem Produktionsfortschritt bis 2020 rund 200.00 bis 300.000 Hektar Futterfläche nicht mehr benötigt, teilte das Ministerium mit. „Die verschafft uns Spielraum für den Anbau von Nachwachsenden Rohstoffen“, sagte Miller.

roRo

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