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PSM: Gemeinsam statt auseinander?

Landwirtschaft

Pestizid-Frieden in Mals?

Die Gemeinde Mals in Südtirol wurde vor vier Jahren europaweit berühmt, weil die Gemeinde für ihre touristische  Attraktivität fortan auf Pflanzenschutzmittel verzichten wollte [1]. Südtirol hat mit der Obstwirtschaft einen schwergewichtigen Wirtschaftszweig, bei dem im konventionellen Anbau Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden und der Öko-Obstbau unter der Verdriftung leidet. Das Experiment, diese Idee über eine Volksabstimmung entscheiden zu lassen, scheiterte [2].

Beendet ist Thema heute noch nicht, wie die Zeitung „Nachrichten für Südtirol“ (stol.it) berichtet. Zusammen mit Produzenten und Genossenschaften haben sich politische Landesvertreter aus den Bereichen Agrar und Wirtschaft jetzt zu Beratungen getroffen. Landesrat Arnold Schuler und Landeshauptmann Arno Kompatscher sehen die Zukunft in einem gemeinsamen Weg in Richtung Nachhaltigkeit. Schuler wird mit den Worten zitiert: „Zentrales Thema ist es, die Pflanzen gesund zu halten und Probleme wie schädliche Insekten oder Pilze zu lösen.“

Der Verband der Vinschgauer Obst- und Gemüsegenossenschaften will weiterhin zweigleisig fahren, die Biobranche verweist auf die Probleme bei Neuanlagen von ökologischen Flächen. Für den Tourismus spiele die Authentizität langfristig eine erfolgreichere Rolle.

Lesestoff:

[1] Vorbild Mals?: https://herd-und-hof.de/landwirtschaft-/keine-pflanzenschutzmittel-mehr-in-mals.html

[2] Kommunale Flächenpflege ohne PSM: https://herd-und-hof.de/landwirtschaft-/kommunale-flaechenpflege-ohne-psm.html

Roland Krieg

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