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Regionale Christbäume

Landwirtschaft

Selber schlagen liegt im Trend

Zu Beginn der Christbaumsaison hat Bayerns Forstminister Josef Miller aufgerufen, Weihnachtsbäume aus heimischer Produktion zu kaufen. Regionale Bäume verhindern Ferntransporte „quer durch Europa. Zudem sei das Angebot von Waldbesitzern und Forstleuten groß“. Bei der notwendigen Pflege der Waldbestände müssen sowieso hunderttausende Bäumchen aus den jungen Waldbeständen entfernt werden. Die Waldbesitzer sind zudem auf die Einnahmen aus der Waldbewirtschaftung angewiesen: „Jeder kann guten Gewissens einen bayrischen Christbaum kaufen“, sagte Miller. Die Frische des Baumes und seine Herkunft wird in Bayern mit dem Markenzeichen „Bayrischer Christbaum“ garantiert.
In Brandenburg sind Weihnachtsbaumplantagen noch nicht kassenfüllend, teilte das Potsdamer Landwirtschaftsministerium mit, aber die märkische Waldbaukampagne „Waldwirtschaft – aber natürlich“ bietet an den Adventswochenenden die Minibäume für das Wohnzimmer wieder an. Im letzten Jahr erzielten 30.000 Weihnachtsbäume und 50 Tonnen Schmuckreisig einen Erlös von rund 200.000 Euro, die wieder in die Waldbewirtschaftung flossen. In Brandenburg gibt es 186 Termine der Forstbehörden und privaten Waldbesitzer, sich unter fachkundiger Anleitung den Christbaum selbst aus dem Wald zu holen. Oft gibt es noch ein Rahmenprogramm mit Glühwein, Lagerfeuer und Verkauf von Wildfleisch. Die Preise sind gegenüber dem Vorjahr recht stabil und unterscheiden sich nur regional und je nach Baumart: Der laufende Meter Kiefer, die übrigens Baum des Jahres 2007 geworden ist, kostet zwischen 4 und 5,50 Euro. Fichten und Douglasie werden mit 5 bis 6,50 und Stechfichte oder Küstentanne mit sechs bis sieben Euro je Meter veranschlagt.
Im letzten Jahr sind Kiefern und Schwarzkiefern mit rund der Hälfte des Angebotes der große Renner gewesen. Fichte und Douglasie folgen mit etwa 30 Prozent, die Stechfichte mit 12 Prozent und die Tanne, die oftmals fälschlicherweise allen Christbäumen den Namen gibt, hat einen Anteil von acht Prozent.
Auch Brandenburg wirbt mit einheimischer Ware. Der märkische Baum unterscheidet sich „deutlich von den Bäumen der Weihnachtsbaummärkte, denn er wird nicht wie die Weihnachtsbäume großer Baumplantagen unter Einsatz von Chemie und Dünger gezogen.“

Wo gibt es die Bäume?
In Bayern sind Detailinformationen zu Anbietern in ihrem Einzugsgebiet unter www.bayer-christbaum.de und in Brandenburg alle Termin der Selbstwerbeaktionen unter www.mluv.brandenburg.de/info/weihnachtsbaeume aufgelistet.

roRo

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