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Rettungspunkte im Wald

Landwirtschaft

Mehr als 1.700 Rettungspunkte im Brandenburger Wald

„Achtung – Baum fällt“ ruft jeder Waldarbeiter, bevor er die Kettensäge zum Fällschnitt ansetzt. Leider kommt es trotz aller Vorsicht bei solchen Tätigkeiten auch immer wieder zu Unfällen. Auch beim Wandern, Mountainbiken, bei der Jagd oder der Pilzsuche können Unfälle im Wald passieren. Dann ist immer schnelle Hilfe nötig. „Damit Verletzten auch in großen Waldgebieten ohne Straßen und somit ohne Adressangabe schnell geholfen werden kann, werden jetzt vom Landesbetrieb Forst Brandenburg 1.715 Rettungspunkte definiert und beschildert. Solche Rettungspunkte dienen vor allem ortsunkundigen Personen zur besseren Beschreibung ihres Standorts im Wald, wenn ein Hilferuf abgesetzt werden muss“, erklärte Forstminister Jörg Vogelsänger.

Was ist ein Rettungspunkt?

Das ist ein, mitunter auch mit Schildern, definierter Punkt im Wald, der feste Koordinaten hat. Damit wird die Kommunikation zwischen Verunfalltem und Rettungsdienst vereinfacht und das Auffinden der Person meist erst wirklich ermöglicht.

Erholungssuchende können die Rettungspunkte auf ihrem Smart-Phone aufladen. Rettungsdienst und Feuerwehr stehen die Wege bis zu den Stellen inklusive Anfahrtsbeschreibung über die Forstämter zur Verfügung.

Initiative Rettungspunkte

Der Hintergrund ist die Rettungskette Forst. In Hessen gibt es Rettungspunkte bereits seit 1997. Die Idee, nicht nur Waldarbeiter mit einzubeziehen, stammt aus einem Workshop des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik KWF aus dem Jahr 2013. Das KWF sammelt seitdem die Rettungspunkte und bietet sie der Öffentlichkeit zur Information an.

In den Wäldern Hessens gibt es bereits über 4.300 Rettungspunkte. Vor einem Waldbesuch sollten sich die Wanderer über die Standorte informieren. Die Forstverwaltung Hessen bietet zu den Rettungspunkten auch eine App an.

Insgesamt beteiligen sich elf Bundesländer mit einer Ausgestaltung von Rettungspunkten. Zum ersten Quartal 2016 gibt es in ganz Deutschland 42.825 Rettungspunkte. Die Punkte sind meist im Staatswald vorhanden. Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland haben auch den Kommunal- und Privatwald einbeziehen können. Das KWF will mit weiterer Öffentlichkeitsarbeit vor allem die beiden letzten Eigentumsformen mehr n die Rettungskette-Forst einbeziehen.

Lesestoff:

www.kwf-online.de/index.php/wissenstransfer/waldarbeit/83-rettungspunkte-uebersicht

roRo; Foto: HessenForst

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