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Rot- und Weißkohl werden knapp

Landwirtschaft

Wetterkapriolen führen bei Kohl erneut zu schlechten Ernten

Auf deutschen Feldern wachsen bis zu 20 Prozent weniger Weißkohl und bis zu 25 Prozent weniger Rotkohl als üblich, schätzt der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie in Bonn (BOGK).

Starke Regenfälle im Mai haben notwendige Nährstoffe aus den Böden gewaschen. Vor allem die frühen Sorten litten darunter. Zwischen Juli und September kam eine ungewöhnliche Trockenheit dazu, die den Beständen die weitere Entwicklung erschwerte. In einigen Regionen in Süddeutschland werden bis zu 60 Prozent weniger  Kohl geerntet.

Das allerdings ist bereits das zweite Jahr hintereinander, in dem das Wetter den Kohlbauern einen Strich durch die Ernterechnung macht. Daher sind die Lagerbestände bei Rotkohl und Sauerkraut bereits geräumt und die Händler haben Schwierigkeiten ihre Lieferbedingen zu erfüllen. Ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit könnten „einige Regale mit dem beliebten Wintergemüse im Lebensmitteleinzelhandel leer bleiben“, prognostizieren die Experten vom BOGK.

Was geerntet werden kann ist kleiner und leichter. Hilfe aus den Nachbarländern sei nicht zu erwarten, weil das „drastische Wetter“ ganz Europa getroffen hat. „Die Lage ist ernst, denn um die verbliebene Rohware hat ein intensiver Wettbewerb eingesetzt.“

roRo

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