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Landwirtschaft

HPAIV H5N8 hat sich verändert

Nahezu täglich sendet ein Landesministerium neue Funde von H5N8-Fällen aus. Die meisten betreffen Wildvögel.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat jetzt 420 Fälle bei Wildvögeln und 16 Ausbrüche bei Nutztierbeständen in Deutschland gezählt. In den meisten Bundesländern sind mittlerweile landesweite Aufstallungsgebote erlassen worden. Europaweit sind mit Frankreich, Rumänien und Finnland neue Länder mit Ausbrüchen des Hochpathogenen Aviäre Influenza-Virus hinzugekommen.

Neu ist die Ausbreitung innerhalb von Zoo-Populationen. „Mittlerweile haben in Deutschland die Fälle bei Wildvögeln und Ausbrüchen bei Geflügel und in zoologischen Einrichtungen ein nie zuvor gekanntes Ausmaß erreicht.“

Die genomische Analyse hat beim aktuellen Virus eine „Reassortierung“ festgestellt. Damit bezeichnen Virologen die Vermischung oder Neuverteilung der genetischen Information zwischen zwei ähnlichen Viren. Das aktuelle H5N8-Virus hat sich nach Ansicht des FLI „auf dem Weg von Zentralasien nach Mitteleuropa“ mindestens mit einem anderen aviären Virus ausgetauscht. „Die beobachtete erhöhte Virulenz bei Wasservögeln korreliert mit der veränderten Zusammensetzung der Genomsegmente des aktuellen H5N8 im Vergleich zu dem Virus, das 2014/2015 zirkulierte.“

Aufgrund dieser Sachalage sollte jede Vogel-Ausstellung unterbleiben. Das FLI plädiert in Wildvogel-Geflügelpest-Gebieten für ein Jagdverbot auf Federwild.

roRo

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