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Rübenbauern sorgen sich um die Zukunft

Landwirtschaft

Resolution: Zukunft der Zuckerrübe sichern

Die Quoten für die Zuckerrübenproduktion sind abgeschafft. Damit fällt auch der Mindestpreis, was die deutschen Rübenbauern unter hohen Wettbewerbsdruck setzt. Gleichzeitig setzen Drittländer Agrarsubventionen für die Produktion ein und haben zu einem Sturz des Zuckerpreises auf dem Weltmarkt geführt. Spätestens wenn die Zuckerfabrik schließen muss, ist das Ende der Rübenbauern besiegelt.

Daher haben der Verband der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer, die Vereinigung der Zuckerrübenanbauer und der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd die Politik in einer gemeinsamen Resolution zum Erhalt der Rübenzukunft aufgefordert.

Es ist aber nicht nur der Markt allein, der die Landwirte sorgt. Es gehe auch um „übereilte und unnötige Verbote von Pflanzenschutzmitteln in Verbindung mit einem Zulassungssystem in Deutschland, das die Verfügbarkeit von alternativen Wirkstoffen massiv verzögert, teilweise sogar verhindert.“ Wegen mangelnder Beizmittel befürchten die Landwirte fehlenden Schutz gegen Blattläuse und zunehmende Viruserkrankungen. Einzelne Länder, u.a. Deutschland, haben eine Notfallzulassung für Neonicotinoide beantragt. Die EU hat sie für die Länder Kroatien, Polen, Tschechien und Ungarn bereits erteilt.

Die Politik habe sich beim Zuckermarkt auf eine Beobachterrolle zurückgezogen. Sie schreite nicht ein, obwohl zehn EU-Mitgliedsländer Zahlungen zwischen 266 und 630 Euro pro Hektar an die Produktion von Zuckerrüben gekoppelt habe und im Binnenmarkt für eine Wettbewerbsverzerrung sorgen. Die Bundesregierung solle sich für die Entkopplung dieser Prämien einsetzen.

roRo

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