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Rückkehr der kanarischen Tomaten

Landwirtschaft

Kanarischer Masterplan für „Tomates auténticos“

Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa. Vor der marokkanischen Küste liegen spanische Inseln mit warmem Wetter im Winter, die im Sommer eine leichte atlantische Brise versprechen. Die Inseln in der Sonne waren einst für den Anbau ihrer runden Tomaten bekannt. Einst ernteten die Bauern 450.000 Tonnen Tomaten in der Saison.

Doch wer in Deutschland nach kanarischen Tomaten sucht, findet keine. In dieser Saison haben die kanarischen Bauern nur noch 50.000 Tonnen Tomaten erzeugt und keine einzige mehr exportiert. Dabei ist das Wetter ausgeglichener als in den wettbewerbsstarken Regionen in Spanien und Marokko.

Der Niedergang der kanarischen Tomatenerzeugung erfolgte über viele Jahre und begann mit der Kürzung von EU-Subventionen in den 1990er Jahren. Vor allem die Strauchtomaten aus den niederländischen und spanischen Gewächshäusern haben den kanarischen Spezialitäten den Garaus bereitet. Die Strauchtomate auf den Kanaren hat keine Chance gegen die Konkurrenz. Mit Alternativen wie Paprika haben die Kanaren auch nicht punkten können. Der Anbau gilt auf den kargen Böden als schwierig. Melonen, Mangos und Blaubeeren sind neue Nischen neben dem Hauptexportprodukt Bananen, die hauptsächlich nach Spanien exportiert werden. Aber eben nur Nischen.

Die Kanaren wollen ihre Tradition zurück. „Tomates auténticos de Fuerteventura“ entwickelt auf den leicht salzigen Böden und dem leicht salzigen Grundwasser einen eigenen Geschmack, der Europa zurückerobern soll. Die runde Tomate hat in Europa kein Gegenstück. Die Kanaren haben nach Angaben des spanischen Nachrichtenportals f&h Hoy einen Masterplan für den Tomatenanbau aufgelegt. Damit soll der Erfolg der runden kanarischen Tomate wieder belebt werden.

roRo

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