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Rückstände in Oberflächengewässern

Landwirtschaft

BB: Pflanzenschutzmittelrückstände in Oberflächengewässern

Eine der umstrittensten Themen sind Pflanzenschutzmittelrückstände in Oberflächengewässern in der Uckermark. Vor allem dort, im Norden Brandenburgs, befinden sich kleine abflusslose Gewässer innerhalb von Ackerflächen, die prädestiniert für die Anreicherung von Pflanzenschutzmittelrückständen sind. Seit 2011 eskalierte die Situation, weil Bürgerinitiativen anhand von Messdaten eine unzulässige Kontamination darstellten. In den Folgejahren hat das Landesamt für Ländliche Entwicklung und Flurneuordnung (LELF) Beratungen bei den Landwirten durchgeführt und Proben gezogen.

In diesem Jahr wurden Proben aus Söllen in der Uckermark im Juni und November gezogen. Zeitpunkte, unmittelbar nach Pflanzenschutzanwendungen. Beprobt wurden 15 Gewässer, darunter 11 Feldsölle. Mit Ausnahme einer Probe lagen die ermittelten Werte nach Analyse des LELF „deutlich unter dem ökotoxikologisch kritischen Wert“.

Wirkstoffe aus Maisherbiziden, die im Vorjahr noch besonders häufig auftraten, wurden nur noch in einem Feldsoll nachgewiesen. Die Landwirte an den übrigen Söllen hatten auf eine Anwendung verzichtet, was das LELF als Beratungserfolg verzeichnet.

Besonders kritisch sehen die Umweltverbände die Rückstände von Glyphosat. Verschwunden ist der Wirkstoff und sein Abbauprodukt AMPA nicht. Jedoch hat das LELF keine „ökotoxikologisch kritischen Werte“ gefunden. Das LELF will die Kontrollen in der Uckermark verstärken, Landwirte weiter schulen und das Anlegen von Grasstreifen um die Sölle herum einzelbetrieblich anordnen.

roRo

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