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Rund 750.000 Tonnen Streuobstäpfel

Landwirtschaft

Deutlich mehr Streuobstäpfel als im Vorjahr

Nach Einschätzungen des Verbands der Fruchtsaft-Industrie (VdF) ist in diesem Jahr mit einer deutlichen Steigerung an Äpfeln aus Streuobstanlagen zu rechnen. Mit rund 750.000 Tonen wird die Ernte aus dem Vorjahr um 50 Prozent übertroffen und fülle die Apfelsafttanks der Fruchtsaftindustrie wieder gut auf.
Seit 1996 gibt der VdF eine so genannte Kelterapfel-Behangdichtenschätzung für die Apfelernte in Streuobstbeständen ab. Für die Unternehmen sind die Zahlen ein guter Anhaltspunkt zur Einschätzung der Erntesituation.

Wie Äpfel gezählt werden

Der VdF setzt dabei die Bavendorf´sche Schätzmethode von Prof. Fritz Winter und Dr. Helmut Janßen im Kompetenzzentrum für Obstbau Bavendorf am Bodensee ein. Etwa 80 Schätzer haben sich im Juli in verschiedene Streuobstanlagen aufgemacht und blicken mit einem Kunststoff-Sehrohr, dem so genannten „Gucki“, dem Baum in die Krone. Die in diesem Abschnitt gezählte Apfelmenge dient als Grundlage für die Schätzung. Bis zur Ernte entscheidet aber noch die Wasserversorgung über die tatsächliche Menge. Je höher die Niederschläge sind, desto mehr Größenwachstum der Äpfel ist nach der Schätzung noch zu erwarten. Dabei gewinnt ein Apfel je Zentimeter Durchmesser rund 30 Prozent an Gewicht. Wenn das Wetter in den kommenden Wochen noch mitspielt, dann rechnet der Verband mit einer guten Keltersaison.

roRo; Foto: obs/VdF Verband der Deutschen Fruchtsaft-Industrie

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