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Russland bekommt 2020 ein neues Ökogesetz

Landwirtschaft

Moskaus Ökogesetz nicht mehr nur für den Landbau

Am 01. Januar 2020 tritt das Republik-Gesetz Nr. 280-FZ „Für ökologische Produkte mit Änderungen für bestimmte Gesetze der Russischen Föderation“ in Kraft. Das neue Gesetz wird erstmals ökologische Bedingungen außerhalb der Landwirtschaft für die Herstellung, Lagerung, den Transport sowie für Kennzeichnung und das Marketing umfassen.

Die aufblühende ökologische Ernährungsindustrie wird einen Rahmen für seine Weiterentwicklung erhalten. Damit soll einer der Schlüsselrollen der Wirtschaft, der Export, am Ende profitieren. Experten sind vorsichtig optimistisch, sofern das neue Gesetz effektiv umgesetzt wird. Es sind noch einige Detailfragen offen, die vor allem die Akkreditierung, Zertifizierung und Fördermaßnahmen betreffen.

Das neue Gesetz weist auch Lücken auf. So sind Importe nach Russland nach wie vor nicht eindeutig reguliert. Die Importe ökologischer Produkte machen immerhin rund 80 Prozent des russischen Biomarktes aus.

Das russische Landwirtschaftsministerium schätzt die ungenutzte Ackerfläche auf rund zehn MillionenHektar. Das ist knapp unterhalb der bundesdeutschen Ackerfläche. Die Fläche könnte für den ökologischen Landbau und damit auch für einen Export genutzt werden.

Das Gesetz will beispielsweise der Vermischung ökologischer und konventioneller Rohstoffe bei der Lagerung und dem Transport vorbeugen. Die Hersteller müssen sich bei der staatlichen Akkreditierungsstelle zertifizieren lassen und werden in ein zentrales Register eingetragen.

Derzeit werden in Russland 290.000 ha ökologisch bewirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 0,1 Prozent, wobei die Jahreszahlen schwanken. Das Forschungsinstitut für den ökologischen Landbau (FiBL weist in seinem aktuellen Bericht ein Anwachsen der Ökofläche seit 2007 bis 2016 um mehr als 700 Prozent aus, allerdings einen Rückgang von 2015 auf 2016 um 25 Prozent.

roRo

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