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Sauberes Wasser für gesunde Fische

Landwirtschaft

Kleinpartikel in Kreislauf-Aquakulturanlagen stressen Fische

„Sauberes Wasser ist Voraussetzung für gesundes Wachstum“, unterstreicht Dr. Alexander Brinker, Leiter der Fischereiforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg. Dr. Brinker hat vor allem die Aquakulturanlagen im Blick. Während die traditionelle Fischhaltung in Teichen Futterreste und andere Partikel in die Umgebung abgeben, gelten geschlossene Kreislaufanlagen nicht nur als sorgfältiger gegenüber der Umwelt, sondern auch noch als wassersparend. Der Wasserqualität hingegen kommt eine besondere Bedeutung zu und ist der am schwierigsten zu kontrollierende Betriebsfaktor.

Kleinstpartikel im Wasser bleiben bei den Fischen in den Kiemen hängen und führen in hohen Konzentrationen zu Stress bei den Tieren und vermindert die Futteraufnahme. Zusätzlich steigen mit dem Partikelbesatz das Risiko von Krankheiten und die Notwendigkeit zur Behandlung.

Das Problem tritt auf, wenn sich Kleinpartikel nicht effektiv aus dem Wasser herausfiltern lassen. Ab welcher Konzentration Forellen und Saiblingen die Partikelmenge nicht mehr tolerieren können, will die Fischereiforschungsstelle in einem neuen Projekt herausfinden, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) finanziert wird. „Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt auf den Feinstpartikeln, die vom Trommelfilter nicht zurückgehalten werden, in der biologischen Wasserreinigung nur unzureichend zersetzt werden und sich beim Wiedernutzten des Wassers anreichern“, erläutert Dr. Brinkmann. Wie die Partikel den Fischen zusetzen, hängt offenbar nicht nur von ihrer Menge ab, sondern auch von Größe, Struktur und chemischer Zusammensetzung. „Auch die Dauer, der die Fische diesen Partikeln ausgesetzt sind, muss dabei berücksichtigt werden“.

Die Forschungsergebnisse werden in einen Leitfaden eingearbeitet, der in die Praxis geht.

roRo

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