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Schweiz konditioniert Direktzahlungen mit Tiergesundheit

Landwirtschaft

Anreizsystem Tiergesundheit ohne Antibiotika

Auch die Schweiz hat einen zeitlichen Rahmen für die Regelung der Agrarpolitik. 2022 ist es wieder soweit. Heute schon laufen die Planungen für die neue „AP22+“ wie das Schweizer Bundesamt für Landwirtschaft am Dienstag berichtet.

Das Thema Antibiotika und Resistenzen bei Keimen ist auch bei den Eidgenossen wichtig. Mit StAR hat die Regierung in Bern die „Strategie Antibiotikaresistenzen“ aufgelegt, die aus einem Programm Tiergesundheitsstrategie 2010+ resultiert. „Gesunde Tiere brauchen keine Antibiotika“ heißt es bei den Schweizern und wollen das in der AP22+ als Anreizsystem verankern. Eine umfassende Stärkung des Gesundheitszustandes der Nutztier reduziert die Notwendigkeit eines Antibiotikaeinsatzes und führt langfristig zu einer Reduktion der Resistenzlage.

Um dieses Ziel zu erreichen soll innerhalb des Produktionssystems Nutztierhaltung das Modul Tiergesundheit in den Direktzahlungen eingeführt werden. Betriebe sollen für die Erhöhung des Gesundheitszustandes ihrer Tiere über ein Datenmanagement motiviert werden.

Zwei Stufen sind derzeit vorgesehen. Die erste Stufe richtet sich an die Betriebe, die für die Gesundheitsstärkung gezielte Maßnahmen, wie eine Bestandsbetreuung umsetzen. In der zweiten Stufe werden die Betriebe honoriert, die eine gute Tiergesundheit aufweisen können. Zur Messung werden spezifische Tiergesundheitsindikatoren herangezogen.

Derzeit arbeitet eine Arbeitsgruppe an der Definition der Indikatoren und bis zum Jahr 2022 wird das neue Modul noch weiter konkretisiert.

Lesestoff:

StAR in der Schweiz: https://www.blw.admin.ch/blw/de/home/nachhaltige-produktion/tierische-produktion/foerderung-der-tiergesundheit.html

roRo

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