SH: Waldverbot nach dem Orkan

Landwirtschaft

Nach dem Orkan: Bleiben sie dem Wald fern

Zurzeit ist dringend davon abzuraten, die vom Sturm geschädigten Wälder zu betreten. „Überall hängen abgebrochene Äste in den Kronen. Umgeworfene Bäume stehen unter Spannung und die Aufräumarbeiten sollten nicht behindert werden“, appellierte Minister Dr. Robert Habeck an potentielle Waldbesucher in Schleswig-Holstein.

Entwurzelte und abgeknickte Bäume nicht nur an den Straßen und Bahnlinien in Schleswig-Holstein. „Die Schäden in unseren Wäldern sind derzeit noch nicht absehbar“, stellte Forstminister Dr. Habeck hierzu fest.

Offenbar hat es besonders die Nadelwälder im Norden von Schleswig-Holstein betroffen. Viele Waldwege sind durch umgestürzte Bäume versperrt. Förster und Waldbesitzer sind dabei sich mit teilweise schweren Maschinen Zugang zu den Wäldern zu verschaffen, um eine erste Schadensbilanz erstellen zu können. Es wird Wochen und Monate dauern, bis alle Windwürfe beseitigt sind.

Betretungsverbot

Im weiteren Tagesverlauf hat die oberste Forstbehörde ein Betretungsverbot für alle Wälder in den Kreisen Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und Rendsburg-Eckernförde ausgesprochen. In diesen Wäldern besteht durch die Sturmschäden Lebensgefahr. Nach einer ersten Schätzung hat der Sturm Christian rund 300.000 Kubikmeter Holz in den Wäldern geworfen oder gebrochen. Das ist mehr als die geplante Einschlagsmenge für ein halbes Jahr.

MLUR SH / roRo

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