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Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes

Landwirtschaft

Stabile Unternehmensergebnisse in der Landwirtschaft

Im Vergleich zu den Vorjahren kann die Landwirtschaft auf ein besseres Wirtschaftsjahr 2011/12 zurückblicken. Bauernpräsident Joachim Rukwied stellte die Buchführungsergebnisse in den Mittelpunkt des Situationsberichtes des Deutschen Bauernverbandes (DBV).
Nach mehreren schlechtenl Jahren haben die Betriebe insgesamt das bessere Einkommen aus dem letzten Jahr stabilisieren können.

Der Ökolandbau hat trotz Zuwächse beim Marktanteil ein negatives Ergebnis eingefahren. Der Lebensmitteleinzelhandel deckt sein wachsendes Kontingent vermehrt aus Importen aus dem EU-Ausland, so Rukwied. Und beim Preis hebt sich nur noch die Milch mit rund 10 Cent vom konventionellen Produkt ab. Rindfleisch wird für Öko- und konventionelle Ware mit fast identischem Preis entlohnt. Für Rukwied leiden die Ökobauern vermehrt unter dem Preisdruck im Handel. Da gehe es ihnen nicht mehr besser als den konventionellen Berufskollegen.

Stabilität und Sorgen

Die stabilen Betriebsergebnisse sind allerdings nicht ungetrübt. Gleichzeitig sind die Kosten für die Betriebsmittel angestiegen:

Unter den Aufwandskosten haben vor allem die Milchviehhalter gelitten, die sonst ein deutlich besseres Betriebsergebnis erzielt hätten.

GAP

Zur Agrarpolitik äußerte sich Rukwied optimistisch. Zwar seien die Budgetberatungen in der ersten Runde gescheitert, aber Frankreich und Deutschland würden auf der Basis des vorgelegten Kompromisspapieres Anfang 2013 ein Ergebnis erzielen, dass einen stabilen Agrarhaushalt nach sich ziehe, erklärte Rukwied.
Beim Greening sieht der Bauernpräsident noch immer Nachbesserungsbedarf. Deutschland hätte bereits 18 Prozent Hecken, Sölle und Blühstreifen umgesetzt. Der Brüsseler Vorschlag würde weitere sieben Prozent Fläche verlangen, deren Extensivierung einer Flächenstilllegung gleich komme.

Ferkel-Kastration

Rukwied verteidigte erneut die Verschiebung der Ferkelkastration auf Ende 2018. Dann könnte „möglicherweise“ eine praxistaugliche Variante entwickelt sein. Derzeit gäbe es nach Rukwied keines. Die Niederlande würden zwar eines in der Werbung ausloben, doch in der Praxis nicht anwenden.

Lesestoff:

www.situationsbericht.de

Roland Krieg

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