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Sonderkulturen brauchen Saisonarbeitskräfte

Landwirtschaft

DRV will Arbeitskräfte aus Drittländer

Eine der künftigen Herausforderungen der Obst- und Gemüsebranche ist die langfristige Sicherung der Saisonarbeitskräfte. Das Ernten von Spargel oder Erdbeeren ist trotz modernster Technik [1] noch langfristig Handarbeit. Innerhalb der EU ist es mittlerweile schwer, ausreichend Arbeitskräfte zu erhalten. Franz-Josef Holzenkamp, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) fordert am Sonntag auf dem DRV-Fachforum Obst und Gemüse in Leipzig die Bundesregierung zu Vermittlungsabsprachen mit Drittländern auf. Ohne diese Absprachen dürfen Menschen aus den Ländern nicht auf den Feldern und in den Gewächshäusern arbeiten und es drohe ein Arbeitskräftemangel, der in einen Rückgang des Anbaus münden könne.

„Ohne den Einsatz von Saisonarbeitskräften ist der Sonderkulturanbau in Deutschland nicht vorstellbar. Deshalb müssen Saisonarbeitskräfte aus Drittstaaten zügig zugelassen werden.“

Auch seitens des Absatzes müsse die Regierung tätig werden. Um im innereuropäischen Wettbewerb nicht weiter an Boden zu verlieren, müsse die Bundesregierung neue Exportmärkte für deutsche Produkte öffnen. Das gelte vordergründig für Exportländer, wie China und Indien, die für deutsche Produkte gesperrt, aber für andere EU-Mitgliedsländer offen sind.

Lesestoff:

[1] Arbeitskräftemangel weltweit beschleunigt technologische Entwicklungen: https://herd-und-hof.de/landwirtschaft-/erdbeeren-werden-vom-roboter-gepflueckt.html

Roland Krieg

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