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Tipps zu Körner- und Silomais

Landwirtschaft

Körner- zu Silomais wegen der Trockenheit?

In einigen Regionen bringen Landwirte ihren Silomais rund vier Wochen früher als üblich ein. Damit sichern sie sich ein Restminimum für eine erfolgreiche Silage zu Futterzwecken. Beim Körnermais ist oftmals ein Verlust zwischen 50 und 100 Prozent durch die Trockenheit eingetreten. Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg in Baden-Württemberg gibt Tipps, die nicht nur für Landwirte in Baden-Württemberg hilfreich sind.

So sollen Landwirte vor dem Drusch von Körnermaisbeständen prüfen, ob sie diesen nicht besser als Silomais an Rinder- oder Biogasanlagen verkaufen können. Diese Betriebe suchen Biomasse aus möglichst kurzer Entfernung. Derzeit können Betriebe auf günstiges Getreide zurückgreifen. Der Körnermais im Futtertrog wäre in Trockengebieten eine sinnvolle und wirtschaftliche Notlösung. Um die Vermarktungsverträge von Körnermais sicher zu stellen, könnte Ware aus Überschussregionen bezogen werden, die weniger unter Trockenheit gelitten haben.

Wer seinen Silomais einfährt, der sollte folgendes beachten: Durch die hohen Temperaturen ist nur ein geringer Besatz von Mikroorganismen vorhanden. Gleichzeitig sind hohe Gehalte an Zucker und Nitrat im Siliergut. Dadurch kommt es zu einer verzögerten Ansäuerung bei steigenden Temperaturen, ab 45°C zu stark verminderter Silierung. Pro Woche sinkt die Temperatur im Silostock um ca. 1°C ab, das heißt eine lange Lagerdauer (> 8 Wochen) bis zum Öffnen des Silos ist die wichtigste Maßnahme. Der Einsatz eines Silierhilfsmittels zur anaeroben Stabilisierung und zur Vermeidung einer Nacherwärmung (DLG Wirkungsrichtung 2) wird angeraten. Bei Trockenmasse-Gehalten über 40 % sollte die Häcksellänge auf weniger als 6 mm eingestellt werden, um eine entsprechende Verdichtung der Silage zu erreichen.

roRo; LTZ Augustenberg

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